Das Ziel der Heli Girls Nördlingen Donau Ries heute, Samstag, am 17. Spieltag der DBBL, ist Freiburg, der Gegner der Tabellenführer Eisvögel USC. Und damit stehen die Heli Girls vor einer großen Hürde. Gelingt nach drei Niederlagen in Folge ausgerechnet gegen den Tabellenführer die Rückkehr auf die Siegesstraße oder fangen sich die Heli-Damen die vierte Niederlage ein?
Geht man von der Tabellensituation aus, so sollten die Gäste eigentlich relativ unbeschwert nach Freiburg fahren: Freiburg ist klarer Favorit, steht mit 24 Punkten drei Punkte vor dem Zweiten, BV Wolfenbüttel Wildcats und hat bisher nur vier Spiele verloren, davon nur zwei zu Hause gegen die Verfolger Rhein-Main Baskets und Wolfenbüttel. Zuletzt rangen die Eisvögel in eigener Halle des Deutschen Meister TSV Wasserburg mit 66:58 nieder.
Einer der Favoriten
Freiburg war von Anbeginn der Saison als einer der Meisterschaftsfavoriten einzustufen, denn die Mannschaft hatte gegenüber der Vorsaison nur einen Wechsel auf einer der Ausländerpositionen zu verzeichnen und hat mit Svenja Brunckhorst vom Meister Wasserburg eine starke deutsche Spielmacherin dazu gewonnen. Der Wechsel auf der Ausländerposition brachte keine Schwächung, denn für die Amerikanerin Hayes wurde mit Judie Lomax ein starker Ersatz gefunden, der sich schnell in das Mannschaftsgefüge eingliederte. Mit einem Schnitt von 18 Punkten ersetzte Lomax ihre Vorgängerin nahtlos. Da Freiburg zudem mit der Bosnierin Mirna Paunovic und der wendigen Amerikanerin Ivone Turner weitere Top-scorerinnen aus der Vorsaison in der Mannschaft hat, wurde bald klar, dass der Vizemeister der Vorsaison heuer in der Lage ist, die erste Geige zu spielen. Die Freiburger waren dann auch von Anfang an in der Tabellenspitze. Im Vorspiel in Nördlingen Ende Oktober 2011 waren die Nördlinger Damen in ähnlicher Situation wie heute: Sie hatten drei Spiele in Folge verloren und die Hoffnungen auf einen Sieg gegen Freiburg waren niedrig. Die Gäste siegten dann auch mit 70:62, nachdem sich die Heli-Damen bis ins vierte Viertel gut gewehrt hatten. Allgemein wurde aus der Heli-Leistung der Schluss gezogen, dass es wieder aufwärtsgehen könnte. Und letztlich ging es dann auch - wenn auch nach einer weiteren Niederlage gegen Wolfenbüttel - wieder aufwärts und die Heli-Damen feierten sechs Siege in Folge.
Wenn es auch heute gelingen würde, unabhängig von Sieg oder Niederlage gegen den Spitzenreiter eine Leistungssteigerung gegenüber den letzten Partien zu erzielen, wäre schon viel getan. Eine Minikrise, so der sportliche Leiter der BG Donau-Ries, Kurt Wittmann, ist dazu da, dass man sie überwindet. Dazu könnte das Spiel in Freiburg, da ohne echten Leistungsdruck, durchaus gut sein. Nach Coach Pat Bär ist die Stimmung im Team nach wie vor gut. Die Spielerinnen arbeiten hart in jedem Training und wollen die Wende herbeiführen. Ziel in Freiburg soll sein, wieder aggressiver zu agieren und die Stärken bewusst auszuspielen. Aufbauend auf einer guten Leistung gegen Freiburg sollte es dann möglich sein, beim nächsten Heimspiel in einer Woche gegen die BV Wolfenbüttel Wildcats wieder an einen Sieg zu glauben. Freiburg als Durchgangsstation zu einem starken Finale?(or)