Wetter
Di.
20°C
Wetter
Mi.
21°C

22. Februar 2012 16:42 Uhr

Buenos Aires

340 Verletzte bei Zugunglück in Argentinien

Chaos in einem Bahnhof in Buenos Aires. Ein Regionalzug fuhr offenbar mit defekten Bremsen aufs Gleis ein. Erst ein Prellbock brachte ihn zum Stehen.

Mindestens 340 Menschen sind bei einem Zugunglück in einem Bahnhof der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires verletzt worden.

Die Behörden schlossen nicht aus, dass möglicherweise auch Menschen ums Leben kamen. Ursache des Unglücks sei vermutlich ein Bremsversagen, teilte Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi mit. Der Nahverkehrszug fuhr am Mittwoch mit 26 Kilometern pro Stunde in den Kopfbahnhof Once ein, eine der zentralen Stationen der Millionenstadt. Erst ein Prellbock am Ende des Gleises brachte den Zug zum Stillstand. Dabei entgleisten mehrere Wagen.

ANZEIGE

«Das war ein sehr schwerer Unfall», sagte Schiavi. Schätzungen zufolge waren möglicherweise bis zu 2000 Menschen in dem Zug. Eine Passagierin erzählte, der Zug habe nicht abbremsen können. Er sei entgleist und es habe eine Kollision gegeben. Der Zug sei aber nicht mit einem anderen Zug zusammen gestoßen, sagte die Frau einem Radiosender. Das Unglück ereignete sich mitten in der morgendlichen Hauptverkehrszeit. Vor allem der vordere Zugteil wurde bei dem Aufprall stark beschädigt.

Der Bahnhof wird täglich von hunderttausenden Passagieren genutzt

Viele Passagiere mussten durch die Fenster aus den Waggons befreit werden. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser der Umgebung gebracht, zahlreiche Krankenwagen waren im Einsatz. Verschiedene Medien berichteten kurz nach dem Unglück auch von 400 Verletzten. Der Bahnhof Once liegt im Westen von Buenos Aires und wird täglich von hunderttausenden Passagieren genutzt wird. Im September vergangenen Jahres waren in Buenos Aires bei einem Unfall mit zwei Nahverkehrszügen und einem Bus elf Menschen tödlich verunglückt. AZ, dpa

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Schlagworte

Bahn | Buenos Aires | Zug | Zugunglück



Neu in den Redaktionsblogs