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Viagra, Schlafmittel und Co: Ärztekammer warnt vor Doping im Alltag

Viagra, Schlafmittel und Co

Ärztekammer warnt vor Doping im Alltag

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    Ärztekammer warnt vor Doping im Alltag
    Ärztekammer warnt vor Doping im Alltag Foto: DPA

    Ärzte warnen vor Doping im Alltag mit Viagra und Schlafmitteln. Nach Angaben der Landesärztekammer nehmen immer mehr Menschen solche nicht verordneten Medikamente ein. Die Menschen wollen auf diese Weise Probleme im Alltag bewältigen oder die sexuelle und körperliche Leistungsfähigkeit steigern.

    Christoph von Ascheraden vom Kammerausschuss für Suchtmedizin äußerte sich bei einem Symposium in Stuttgart besorgt: "Wir sehen uns in der Verantwortung, die Öffentlichkeit und die Kollegen für das Thema zu sensibilisieren." Menschen setzten ihre Identität aufs Spiel, wenn sie alle Schwierigkeiten des Lebens mit Medikamenten behandeln und ihre Leistungen steuern. Außer möglichen Nebenwirkungen bestehe ein ernstzunehmendes Suchtpotenzial.

    Das Internet vereinfache den Zugang zu diesen "Soft-Drogen". Ein Problem sieht von Ascheraden aber auch in der Ärzteschaft selbst: Mediziner rieten ihren Patienten häufig zu leichtfertig zur Medikamenteneinnahme. Beispiele seien "ausufernde Diagnosen" leicht depressiver Stimmungen, die mit Psychopharmaka behandelt werden, oder die Einnahme von Methylphenidat, bekannt als Ritalin.

    Der Wirkstoff soll Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) helfen. Laut von Ascheraden nehmen aber immer häufiger auch gesunde Kinder und Erwachsene dieses Mittel ein, um ihre Konzentration zu verbessern. Persönlichkeitsveränderungen, Antriebslosigkeit, Depressionen oder Abhängigkeit können die Folgen sein. Dies werde oft verharmlost: "Die Risiken können nicht abgeschätzt werden, und das ist die Gefahr." (dpa)

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