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Bergung aus Atlantik: Air-France-Absturz: Wrackteil mit Leichen entdeckt

Bergung aus Atlantik

Air-France-Absturz: Wrackteil mit Leichen entdeckt

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    ARCHIV - Ein Wrackteil der am 1. Juni 2009 verunglückten Airbus A330 der Air France wird von der brasilianischen Marine geborgen (Archivfoto vom 09.06.2009). Fast zwei Jahre nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs über dem Atlantik mit 228 Toten nährt der Fund weiterer Wrackteile die Hoffnung auf eine baldige Aufklärung der Tragödie.
    ARCHIV - Ein Wrackteil der am 1. Juni 2009 verunglückten Airbus A330 der Air France wird von der brasilianischen Marine geborgen (Archivfoto vom 09.06.2009). Fast zwei Jahre nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs über dem Atlantik mit 228 Toten nährt der Fund weiterer Wrackteile die Hoffnung auf eine baldige Aufklärung der Tragödie. Foto: epa efe

    Zwei Jahre nach dem Absturz einer  Air-France-Maschine über dem Atlantik ist die Aufklärung des  Unglücks einen wichtigen Schritt vorangekommen. Ferngesteuerte  Such-U-Boote fanden in 4000  Metern Tiefe ein großes Wrackteil mit  Leichen, wie Verkehrsministerin Nathalie Kosciusko-Morizet am  Montag mitteilte. Die Angehörigen der 228 Opfer, darunter 28  Deutsche, hoffen, dass nun auch die Black Box gefunden wird.

    Der Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf dem Weg vom  brasilianischen Rio de Janeiro nach Paris zwischen dem  amerikanischen und afrikanischen Kontinent in den Atlantik  gestürzt. In den folgenden Wochen wurden 50 Leichen und über 600  Wrackteile aus dem Atlantik geborgen. Ein vierter Sucheinsatz der  Luftfahrtermittlungsbehörde BEA begann Ende März. Laut den  französischen Ermittlern war der Ausfall der Geschwindigkeitsmesser  des französischen Herstellers Thales zumindest zum Teil für das  Unglück verantwortlich. Mitte März reichte die französische Justiz  Ermittlungen gegen Airbus und Air France wegen fahrlässiger Tötung  ein.

    Entdeckung des Wrackteils

    Die ferngesteuerten Mini-U-Boote des Typs Remus entdeckten und  fotografierten einen Teil der Passagierkabine, sagte  Kosciusko-Morizet. Die darin gefundenen Leichen könnten noch  identifiziert werden. Außerdem stießen die Suchgeräte auf zwei  Triebwerke und einen Teil der Tragfläche. Die Bergung der  Wrackteile samt Leichen könne in spätestens einem Monat beginnen,  ergänzte die Ministerin. Dazu muss ein Spezialschiff an den  Unglücksort entsandt werden.

    Die Bergung der Leichen sei ein sensibles Thema, sagte der  Vize-Präsident der französischen Opfervereinigung, Robert Soulas,  der Nachrichtenagentur AFP. Man wisse nicht, in welchem Zustand die  Toten seien. "Das hat eine erschütternde Seite". Möglicherweise  komme es zum Konflikt zwischen den Familien, die die Leichen am  Meeresgrund lassen wollten, und denen, die sie bergen wollten.  Kosciusko-Morizet und andere Regierungsvertreter trafen die  Angehörigen der Opfer am Montagnachmittag, um über die neuesten  Entwicklungen zu sprechen. Die Hinterbliebenen hatten den  französischen Behörden mehrmals vorgeworfen, sie nicht ausreichend  über die Untersuchungen zu informieren.

    Die Tatsache, dass die Teile nur in einem kleinen Umkreis  verteilt seien, stärke die Vermutung, dass das Flugzeug nicht in  der Luft zerbrach, hieß es aus Ermittlungskreisen. "Die Maschine  war im Moment ihres Aufpralls noch ganz". Eine genaue  Rekonstruktion des Unglückshergangs und der Ursache ist aber erst  möglich, wenn die Black Box mit dem Flugdatenschreiber und dem  Stimmrekorder gefunden wird.

    "Wir hoffen ganz fest, dass die Entdeckung des Wrackteils es  ermöglicht, die beiden Aufzeichnungsgeräte zu finden, denn das ist  grundlegend für das Verständnis dieses schrecklichen Dramas", sagte  Airbus-Chef Thomas Enders. Angehörige der Opfer fürchten  allerdings, dass die Geräte nach zwei Jahren am Meeresgrund nicht  mehr zu gebrauchen sind. afp

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