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Vulkan Grimsvötn: Aschewolke: Alle Flugverbote aufgehoben

Vulkan Grimsvötn

Aschewolke: Alle Flugverbote aufgehoben

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    Der isländische Vulkan  Grimsvötn spuckt eine riesige Aschewolke aus. Betroffen ist auch der deutsche Luftverkehr.
    Der isländische Vulkan Grimsvötn spuckt eine riesige Aschewolke aus. Betroffen ist auch der deutsche Luftverkehr.

    Der wegen einer Aschewolke aus dem  isländischen Vulkan Grimsvötn vorübergehend gesperrte Luftraum über Norddeutschland wird bereits in den kommenden Stunden wieder komplett geöffnet. Das teilte der Bundesverband der Deutschen  Fluggesellschaften (BDF) unter Berufung auf die Deutsche Flugsicherung (DFS) und den Deutschen Wetterdienst (DWD) mit.

    Demnach ist der Flughafen Bremen bereits wieder geöffnet und auch Hamburger Flughafen soll ab 12 Uhr wieder erreichbar sein. Ebenso die beiden Berliner Flughäfen, wo sich der Flugverkehr ab 14 Uhr normalisierte, ebenso wie in Bremen und Hamburg. Wie ein Flughafensprecher aus München der Augsburger Allgemeinen bestätigte, werden im Laufe des Tages insgesamt 33 Verbindungen in die betroffenen Städte gestrichen. Flugreisende sollten sich rechtzeitig bei ihrer Airline informieren, ob sie betroffen sind.

    Eine Sprecherin des Flughafens Hamburg erklärte am Mittwoch, es sei noch nicht klar, wie viele Flüge von der Sperrung betroffen sein würden. Im regulären Luftverkehr gebe es pro Tag 453 Starts und Landungen. Den Passagieren  werde empfohlen, sich mit ihrer Airline in Verbindung zu setzen.

    Am Airport Memmingen im Allgäu gibt es wegen der Aschewolke keine Einschränkungen. Von dort fliegt ohnehin keine Maschine mehr nach Hamburg, Bremen oder Berlin. "Auch bei allen anderen Verbindungen gibt es keine Probleme", sagte eine Flughafensprecherin Augsburger Allgemeine.

    Die Vorfälle rund um den isländischen Vulkan Grimsvötn lösen Erinnerungen aus. Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass ein anderer Vulkan aus Island den europäischen Flugverkehr lahmgelegt hat. Jetzt ist es wieder soweit. Wegen einer Aschewolke des Vulkans Grimsvötn kommt es vor allem im nordeuropäischen Luftraum zu vielen Flugausfällen; auch Deutschland ist betroffen. Ab 11 Uhr dürfen auch die beiden Berliner Flughäfen nicht mehr angeflogen werden. Während der Süden der Republik bislang glimpflich davon kommt, sieht die Situation weiter nördlich anders aus.

    Auf Grund der Aschewolke aus dem Vulkan Grimsvötn auf Island sind im Norden Deutschlands am Mittwoch mehrere Hundert Flüge ausgefallen. In Frankfurt/Main blieben Flüge nach Bremen und Hamburg am Boden. Die Deutsche Lufthansa habe am Airport Bremen schon zur Vorsorge alle Flüge bis 16.00 Uhr gestrichen, die Fluglinie Ryanair bis 11.00 Uhr, erklärte ein  Flughafensprecher. 25 Flüge fielen definitiv aus. Ob andere Verbindungen betroffen sein würden, sei derzeit noch nicht klar. Der Luftraum über dem Stadtstaat Bremen wurde zunächst bis 9.00 Uhr gesperrt. Ob die Sperrung danach aufrecht erhalten bleibe, entscheide die Deutsche Flugsicherung, sagte der Sprecher. In Bremen gibt es den Angaben zufolge rund 100 Starts und Landungen pro Tag.

    Lufthansa rechnet mit 150 Streichungen

    Die Lufthansa rechnete für Mittwoch mit der Streichung von rund 150  Flügen, wie ein Konzernsprecher sagte. Die Flughäfen in Hamburg und  Bremen würden voraussichtlich bis zum Nachmittag geschlossen  bleiben. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte im ARD-Morgenmagazin, es könne davon ausgegangen werden, dass sich die  Lage an den betroffenen Flughäfen "im Laufe des Nachmittags wieder  entspannen" werde. Die Flugverbote stünden auf einer soliden rechtlichen Basis. "Wir haben seit der großen Aschewolke im letzten  April ein sehr verfeinertes Regelwerk entwickelt", sagte der Minister. "Wir sind heute wesentlich besser in der Lage, eine solche Situation zu beherrschen."

    Die Flugsicherung hatte am Dienstag eine Sperrung der Flughäfen  Hamburg und Bremen ab den frühen Morgenstunden angeordnet und nicht  ausgeschlossen, dass auch die beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld wegen der Vulkanasche am Mittwoch vorübergehend  geschlossen werden müssen. Die EU-Kommission ging indes nicht davon  aus, dass der europäische Luftraum großflächig von Sperrungen  betroffen sein werde.

    Island bringt Leipzig nicht in Bedrängnis

    Der Flugbetrieb am Flughafen Leipzig-Halle ist am Mittwochmorgen ohne Einschränkungen weitergelaufen. Der Flughafen sei von dem wegen der Aschewolke erlassenen Flugverbot bislang nicht betroffen, sagte ein Sprecher auf dapd-Anfrage. Alle Starts und Landungen fänden planmäßig statt.

    Ob im Laufe des Mittwochs mit einer Einstellung des Flugbetriebs zu rechnen sei, konnte der Sprecher nicht sagen. "Prognosen können nicht getroffen werden", fügte er hinzu. Die Flughafenleitung stehe aber in engem Kontakt zu den zuständigen Behörden und zum Deutschen Wetterdienst.

    Flugreisende sollten auf den Webseiten ihres Abflug-Airports prüfen, ob ihre Flüge stattfinden oder nicht. Wenn nicht, können sie sich mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung setzen und klären, ob und wie sie die Ticketkosten zurück erhalten. (afp, dapd, dpa, AZ)

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