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Stiftung Warentest: Ritter Sport reagiert mit "Entsetzen" auf schlechtes Testergebnis

Stiftung Warentest

Ritter Sport reagiert mit "Entsetzen" auf schlechtes Testergebnis

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    Mit Vorsicht zu genießen: In Nussschokolade steckt laut Stiftung Warentest zum Teil aromatische Mineralöle, die gesundheitsschädlich sein können.
    Mit Vorsicht zu genießen: In Nussschokolade steckt laut Stiftung Warentest zum Teil aromatische Mineralöle, die gesundheitsschädlich sein können. Foto: Franziska Koark (dpa)

    Stumpf, klebend, leicht kratzend - oder cremig, mit Geschmack nach Vanille, Milch und Kakao: Nussschokoladen lassen sich auf unterschiedlichste Weise beurteilen. In der Vorweihnachtszeit hat Stiftung Warentest nun 26 verschiedene Schokoladensorten getestet. Besonders schlecht abgeschnitten haben drei Schokoladen: Ritter Sport Voll-Nuss, K-Classic und Rapunzel versprechen nicht, was sie auf dem Etikett halten.

    Etikettenschwindel bei Ritter Sport?

    Im Zutatenverzeichnis gibt Ritter Sport bei seiner "Voll-Nuss"-Schokolade nur natürliche Aromen an. Das stimmt aber laut Stiftung Warentest nicht - stattdessen wiesen die Tester den chemisch hergestellten Aromastoff Piperonal nach.

    Die Firma reagierte "mit Entsetzen": In einer Pressemitteilung erklärte Ritter Sport, dass das Piperonal natürlichen Ursprungs sei. "Die von uns verwendete Produktdeklaration entspricht damit allen gesetzlichen Anforderungen in vollem Umfang." Auch zwei andere Schokoladen schneiden schlecht ab: In der Kaufland-Schokolade K-Classic steckt synthetisches Vanillin und nicht nur Vanilleextrakt, wie auf dem Etikett vermerkt. Und in der teuren Rapunzel-Schokolade "Krachnuss" sind ganze 28 Prozent weniger Nüsse als versprochen. Alle drei Sorten erhalten von den Testern daher ein "mangelhaft".

    Sorten von Aldi und Lidl schneiden gut ab

    Die besten Schokoladen im Test kosten auch entsprechend. "Ganznuss" von Lindt und die Nussschokoladen von Fedora Tradition und Hachez schneiden am besten ab. Wer weniger bezahlen will, aber nur geringe Abstriche in Sachen Qualität machen möchte, sollte nach dem Testergebnis zu Nussbeisser von Aldi Nord, Nussknacker von Aldi Süd oder der Nussschokolade von Lidl, Fin Carré, greifen. Ebenso wie die Milka-Nussschokolade schneiden diese drei Sorten insgesamt gut ab.

    Wer Wert auf Bio-Zutaten legt, hat mit Vivani Vollmilch Ganznuss und Swiss + Confisa Lait Noisettes ein laut Stiftung Warentest gutes Produkt. Letztere überzeugt besonders bei der sensorischen Beurteilung.

    Mineralöle in allen Produkten

    In fast allen 26 untersuchten Schokoladensorten haben die Tester Mineralöle nachgewiesen. Aromatische Mineralöle können krebserregend sein. Am meisten davon fanden die Tester in den Nussschokoladen von Aldi Nord, Gepa und Norma. Gesättigte Mineralöle gelten als weniger kritisch, sie waren in allen Produkten nachweisbar.

    Wie Stfitung Warentest berichtet, forsche die Schokoladenindustrie derzeit daran, wie sie Mineralöle in Produktion und Lieferkette verringern könne. Mögliche Quellen sind demnach Jutesäcke, Transportfahrzeuge, Maschinenöle, mineralölhaltige Druckfarben auf Packungen und im Recyclingpapier.

    Nicht nur die Schokolade, auch die Nüsse darin können eine Quelle von Schadstoffen sein - beispielsweise von krebserregenden Aflatoxinen. Diese wiesen die Tester in K-Classic von Kaufland, ja! von Rewe und Schogetten von Trumpf nach. Sie lagen aber deutlich unter dem zulässigen Höchstgehalt für Nüsse.

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