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Tod des Eisbären Knut: Berliner Zoo will Knut weiterhin ausstopfen

Tod des Eisbären Knut

Berliner Zoo will Knut weiterhin ausstopfen

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    Der drei Jahre alte Eisbär Knut liegt in seinem winterlichen Gehege im Berliner Zoo. (Archivfoto vom 30.12.2009). dpa
    Der drei Jahre alte Eisbär Knut liegt in seinem winterlichen Gehege im Berliner Zoo. (Archivfoto vom 30.12.2009). dpa

    Der Berliner Zoo hat die Entscheidung verteidigt, den verendeten Eisbären Knut auszustopfen. Knut sei ein "weltweites, emotionales Maskottchen" gewesen, sagte Bärenkurator Heiner Klös am Mittwoch dem RBB-Hörfunksender Radio 88,8. Er solle nun im Naturkundemuseum weiter für die Bildung genutzt werden, "da es ja nicht mehr so viele Eisbären gibt".

    Klös zeigte Verständnis dafür, dass zahlreiche Menschen gegen eine Ausstopfung sind. Diese stellten aber keine Mehrheit dar. "Viele finden das gut." Auch seien bereits andere beliebte Tiere aus dem Zoo ausgestopft worden.

    Wie der Bärenkurator weiter mitteilte, könne es noch mehrere Tage dauern, bis die genaue Todesursache des vierjährigen Eisbären feststeht. "Gute Untersuchungen brauchen gute Zeit und wir wollen die Wahrheit erzählen", sagte er dem Sender.

    Knut starb wahrscheinlich an einer Hirnerkrankung

    Knuts Gehirn werde nun histologischen Untersuchungen unterzogen. Erste Ergebnisse zeigen, dass es "deutliche Veränderungen" am Gehirn des Eisbären gegeben hatte. Klös betonte, dass bis auf das Gehirn alle Organe des Bären wie Leber oder Niere "tipptopp" gewesen seien. Damit könnte eine Herzattacke oder eine Vergiftung ausgeschlossen werden. Was genau zu der Veränderung im Gehirn geführt habe, könne man noch nicht sagen.

    Er selbst sei noch eine Stunde vor Knuts Tod am Gehege gewesen. Zu diesem Zeitpunkt sei alles "normal" gewesen. Auch die umstehenden Besucher hätten nichts Ungewöhnliches bemerkt, sagte der Bärenexperte. "Viele der dort stehenden Damen haben meine Handynummer, die hätten mich angerufen."

    Offenbar habe Knut unter einem neuronalen Problem gelitten, das "urplötzlich sichtbar" geworden sei, erläuterte Klös. "Dann war es zu spät." AZ

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