Der "Washington Post" zufolge hatten die Fluglotsen in Andrews beim Landeanflug der Boeing 737 einen Militärtransporter bemerkt, der gerade starten wollte. Aus Angst, die Maschine würde nicht rechtzeitig abheben, bevor die Präsidentenmaschine landete, wiesen die Losten die Boeing-Piloten an, besser noch eine Extrarunde zu drehen. Der Abstand zu dem Transporter vom Typ C-17 habe teils nur etwa 4,5 Kilometer betragen. Daraufhin brach die Boeing, an Bord war auch Jill Biden, die Ehefrau von US-Vizepräsident Joe Biden, den Landeanflug ab.
Die zivile Luftfahrtbehörde FAA gab eine Erklärung zu einem "Zwischenfall" auf dem Militärstützpunkt Andrews ein, ohne dabei Michelle Obama zu erwähnen. Die Behörde gab bekannt, dass das Flugzeug "zu keinem Zeitpunkt in Gefahr" gewesen sei. In Andrews ist die Flugzeugflotte der US-Regierung stationiert. Der dortige Tower wies die Verantwortung für den Fehler einem zivilen Fluglotsen der Region Washington zu.
Doch die First Lady habe den Zwischenfall gar nicht bemerkt, berichtete der Fernsehesender CNN. Nach einer weiteren Runde sei die Boeing 737 sicher gelandet. afp/dpa