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Flughafen: Déjà-vu: Island, Asche, Flugausfälle

Flughafen

Déjà-vu: Island, Asche, Flugausfälle

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    Der isländische Vulkan  Grimsvötn spuckt eine riesige Aschewolke aus. Betroffen ist auch der deutsche Luftverkehr.
    Der isländische Vulkan Grimsvötn spuckt eine riesige Aschewolke aus. Betroffen ist auch der deutsche Luftverkehr.

    Geschichte wiederholt sich. Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass ein Vulkan aus Island den europäischen Flugverkehr lahmgelegt hat. Jetzt ist es wieder soweit. Wegen einer Aschewolke des Vulkans Grimsvötn kommt es vor allem im nordeuropäischen Luftraum zu vielen Flugausfällen; doch auch tief im Süden, in München, müssen Flüge gestrichen werden.

    Auf Grund der Aschewolke aus dem Vulkan Grimsvötn auf Island sind im Norden Deutschlands am Mittwoch etliche Flüge ausgefallen. Die Deutsche Lufthansa habe am Airport Bremen schon zur Vorsorge alle Flüge bis 16.00 Uhr gestrichen, die Fluglinie Ryanair bis 11.00 Uhr, erklärte ein  Flughafensprecher. 25 Flüge fielen definitiv aus. Ob andere Verbindungen betroffen sein würden, sei derzeit noch nicht klar. Der  Luftraum über dem Stadtstaat Bremen wurde zunächst bis 9.00 Uhr gesperrt. Ob die Sperrung danach aufrecht erhalten bleibe, entscheide die  Deutsche Flugsicherung, sagte der Sprecher. In Bremen gibt es den  Angaben zufolge rund 100 Starts und Landungen pro Tag.

    Aschewolke: Auch München betroffen

    Durch die Sperrung der norddeutschen Flughäfen kommt es auch am Airport München zu Beeinträchtigungen. Wie az-online ein Flughafensprecher bestätigte, werden im Laufe des Tages insgesamt 33 Verbindungen in die betroffenen Städte gestrichen. Flugreisende sollten sich rechtzeitig bei ihrer Airline informieren, ob sie betroffen sind.

    Eine Sprecherin des Flughafens Hamburg erklärte am Mittwoch, es sei noch nicht klar, wie viele Flüge von der Sperrung betroffen sein würden. Im regulären Luftverkehr gebe es pro Tag 453 Starts und Landungen. Den Passagieren  werde empfohlen, sich mit ihrer Airline in Verbindung zu setzen.

    Lufthansa rechnet mit 150 Streichungen

    Vulkanasche legt erste Flughäfen lahmDie Lufthansa rechnete für Mittwoch mit der Streichung von rund 150  Flügen, wie ein Konzernsprecher sagte. Die Flughäfen in Hamburg und  Bremen würden voraussichtlich bis zum Nachmittag geschlossen  bleiben. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte im  ARD-Morgenmagazin, es könne davon ausgegangen werden, dass sich die  Lage an den betroffenen Flughäfen "im Laufe des Nachmittags wieder  entspannen" werde. Die Flugverbote stünden auf einer soliden  rechtlichen Basis. "Wir haben seit der großen Aschewolke im letzten  April ein sehr verfeinertes Regelwerk entwickelt", sagte der  Minister. "Wir sind heute wesentlich besser in der Lage, eine  solche Situation zu beherrschen."

    Die Flugsicherung hatte am Dienstag eine Sperrung der Flughäfen  Hamburg und Bremen ab den frühen Morgenstunden angeordnet und nicht  ausgeschlossen, dass auch die beiden Berliner Flughäfen Tegel und  Schönefeld wegen der Vulkanasche am Mittwoch vorübergehend  geschlossen werden müssen. Die EU-Kommission ging indes nicht davon  aus, dass der europäische Luftraum großflächig von Sperrungen  betroffen sein werde.

    Island bringt Berlin in Bedrängnis

    Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hält eine Einstellung des Flugbetriebes an den Berliner Flughäfen ab dem späten Mittwochvormittag wegen der Aschewolke für möglich. Es sei denkbar, dass die Flughäfen in Berlin gegen 11.00 Uhr ihren Betrieb stoppen müssten, sagte ein Sprecher der DFS auf dapd-Anfrage. Ob dieser Schritt notwendig sei, sollte sich im Laufe der kommenden Stunden zeigen.

    Der Flugbetrieb am Flughafen Leipzig-Halle ist am Mittwochmorgen ohne Einschränkungen weitergelaufen. Der Flughafen sei von dem wegen der Aschewolke erlassenen Flugverbot bislang nicht betroffen, sagte ein Sprecher auf dapd-Anfrage. Alle Starts und Landungen fänden planmäßig statt.

    Ob im Laufe des Mittwochs mit einer Einstellung des Flugbetriebs zu rechnen sei, konnte der Sprecher nicht sagen. "Prognosen können nicht getroffen werden", fügte er hinzu. Die Flughafenleitung stehe aber in engem Kontakt zu den zuständigen Behörden und zum Deutschen Wetterdienst.

    Flugreisende sollten auf den Webseiten ihres Abflug-Airports prüfen, ob ihre Flüge stattfinden oder nicht. Wenn nicht, skönnen sie sich mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung setzen und klären, ob und wie sie die Ticketkosten zurück erhalten.

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