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21. Januar 2010 07:21 Uhr

Castingshow

DSDS: "Ich strahle eine Ausstrahlung aus, die nicht jeder ausstrahlt"

DSDS-Casting bei RTL, die x-te Folge: Ein Hellseher, der nicht singen kann, ein jammernder Wilhelm III, ein schwächelnder Dieter Bohlen und die bittere Erkenntnis: Es wird Zeit für die Mottoshows.

Kandidat Dirk Petry (27) aus Schmelz. Alle Infos zu "Deutschland sucht den Superstar" im Special bei RTL.de
Foto: RTL

Wir hätten nie, wirklich nie gedacht, dass es mal so weit kommen würde. Aber nach der DSDS-Castingshow vom Mittwoch muss man es fast herausschreien: Es wird Zeit für die Mottoshows.

RTL servierte zum x-ten Mal den Zusammenschnitt der Castings, diesmal aus einer anderen Stadt. Das Konzept bleibt dasselbe: Das Schema "Durchgeknallter Kandidat, der rausfliegt, dann Kandidat, der er es schafft" hat sich längst totgelaufen. Und selbst die Sprüche von Juror Dieter Bohlen waren am Mittwoch nur gängige Durchschnittsware.

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Angefangen hatte alles mit Michael, der von sich selbst sagt, er sei "ein bisschen verrückt". War er aber gar nicht. Gut, sein Anzug saß schlecht und seine Zähne waren gelb. Aber verrückt? Es sind ironischerweise gerade die "verrückten" Typen, die der Sendung fehlen - zumindest im Recall.

Denn singen konnte Michael natürlich nicht. "Hoffnungslos", sagte Bohlen. Der telemediale Berater musste, mit einem Grinsen, als habe er nichts anderes vorhergesehen, das Studio verlassen.

Dann kam, Sie ahnen es, eine Kandidatin, die es schaffen würde. Lisa (16) erzählte vor bedeutungsschwangerer Musik von dem Unfall ihrer Mutter und legte dann mit "Rehab" von Amy Winehouse einen passablen Auftritt hin. "Bist n guter Typ", fand Bohlen. Ohne Lisa vorher nicht durch den Felix-Magath-Gedächtnisspruch "Qualität kommt von quälen" "zappeln" zu lassen.

Grottenschlechter "König", attraktiver Aussie

Julian, aka Wilhelm III, legte einen grottenschlechten Auftritt hin - Verstärker und eigene "Komposition" zum Trotz. "Bye, bye, Julian", sagte Bohlen und kam dann doch endlich mit einem Fäkal-Kommentar daher: "Das klingt, wie wenn jemand aufm Klo sitzt und nen Darmverschluss hat."

Anders Joel (27) aus Melbourne. Der Australier, der seit vier Monaten in Hamburg wohnt, begeisterte mit Stevie Wonders "Superstition". "Endlich einer, der mit dem Herzen dabei ist", lobte Bohlen. Seine Kollegin Nina Eichinger fand Joel vor allem "sehr attraktiv".

Vom Mittwochabend wird aber weder Joel noch der schleimige Bartolo aus Köln im Gedächtnis bleiben, der Zuschauer wie Jury mit Sprüchen wie "Ich strahle eine Ausstrahlung aus, die nicht jeder ausstrahlt" nervte.

Lehramtsstudent ist der einzige echte Typ

Nein, es war Dirk. Der 27-jährige Lehramtsstudent trägt anscheinend dauernd einen Hut, weil er sich dann sicherer fühlt. Das klingt ziemlich blöde, aber Dirk war, Hut hin, Hut her, der einzige echte Typ dieses Casting-Zusammenschnitts. Weil er "Hallelujah" mit einer ganz eigenen Darbietung interpretierte, weil er einen stimmlichen Wiedererkennungswert hat.

Fast logisch, dass Bohlens Kollegen Nina Eichinger und Volker Neumüller das nicht sofort erkannten und Dirk ablehnten. Erst auf Druck des Jury-Kollegen durfte Dirk noch mal ran. Legte "One more time" von Britney Spears auf der Gitarre hin - und kam dann weiter.

Auch wenn er beim Singen manchmal wirklich aussieht, er möge uns verzeihen, als müsse er dringend aufs Klo.

Es wird Zeit für die Mottoshows. (cpa)

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