Sonntag, 19. November 2017

14. März 2014 12:36 Uhr

Metallstempel aufgetaucht

Damit nummerierten die Nazis die KZ-Häftlinge in Auschwitz

In Polen sind äußerst seltene Metallstempel aufgetaucht, mit denen den Insassen des  Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau Nummern eintätowiert wurden.

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Die Stempel seien der KZ-Gedenkstätte anonym  übergeben worden, sagte der Museumssprecher Bartosz Bartyzel am  Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. «Wir haben die Stempel vor  ein paar Wochen erhalten, ihre Authentizität wurde durch  Untersuchungen bestätigt.»

Die Stempel wurden in die Haut gepresst

Insgesamt wurden der Gedenkstätte den Angaben zufolge fünf  Metallstempel übergeben - einmal die Ziffer «0», zweimal die «3»  und zweimal die «6» oder «9». Mit den Stempeln wurden die Insassen  von den Nazis «nummeriert». Dazu wurden die mit extra breiten  Nadeln versehenen Stempel in die Haut gepresst und anschließend  Tinte in die Wunde gerieben. Diese Methode zur Identifizierung der  Insassen wurde von den Nationalsozialisten nur in  Auschwitz-Birkenau angewandt.

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Im NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau  wurden etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet. Unter ihnen waren eine  Million Juden, aber auch nicht-jüdische Polen, Roma, sowjetische  Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer. Den Insassen wurde von 1941  an Nummern eintätowiert, zunächst auf der Brust, später dann auf  dem linken Unterarm. Sowjetische Soldaten befreiten das Lager am  27. Januar 1945. Der Ort wird polnisch Oswiecim genannt. afp/AZ

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