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Kino: Das sind die Leinwand-Kracher 2011

Kino

Das sind die Leinwand-Kracher 2011

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    Jonny Depp als Captain Jack Sparrow.
    Jonny Depp als Captain Jack Sparrow.

    Ein Kult-Pirat segelt wieder über die Weltmeere, die Harry Potter-Saga kommt zu ihrem Ende. Das Kinojahr 2011 verspricht viele Kassenknaller. Der Geheimtipp ist ein österreichischer TV-Kommissar.

    Johnny Depp wirft sich noch einmal in die Wanten der "Black Pearl". Als leicht tuckiger Captain Jack Sparrow sucht er im vierten Teil von "Fluch der Karibik" den Quell der ewigen Jugend. In den ersten drei Filmen holten Depp und Regisseur Gore Verbinski das angestaubte Genre des Piratenfilms in die Neuzeit. Der immense Erfolg der Trilogie führte nun zum vierten Film der Reihe. Diesmal mussten die Produzenten allerdings ohne Regisseur Verbinski auskommen, der für den vierten Aufguss nicht zur Verfügung stand. Ihn ersetzt Rob Marshall, der für die Musical-Verfilmung "Chicago" für den Oscar nominiert wurde. Ab dem 19. Mai wird der Streifen in den deutschen Kinos zu sehen sein.

    Gore Verbinski und Depp realisierten trotzdem ein gemeinsames Projekt: den Animationsfilm "Rango". Depp spricht in der Originalversion die Rolle eines Hawaiihemd tragenden Chamäleons in der Identitätskrise. Dieser schräge Kinospaß des Erfolgsduos wird voraussichtlich am 3. März in Deutschland starten.

    Um das beste Einspielergebnis des Jahres dürften sich jedoch zwei andere Streifen duellieren. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" wird - vermutlich ab Juli - das Ende der Geschichte des Zauberlehrlings mit der Nickelbrille erzählen. Und auch die "Twilight"-Macher hatten die revolutionäre Idee, ihren Abschlussteil in zwei Filme zu verpacken. Vampir Edward und seine Bella lassen in "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht" die Herzen der Fans schmelzen. Als Termin für den Kinostart ist der 24. November vorgesehen. Es wird sich zeigen, welche erfolgreiche Jugendbuch-Reihe mehr Zuschauer anlockt.

    Vielleicht kann auch ein dritter Film in den Streit um die am heftigsten klingelnden Kinokassen eingreifen. 2011 soll die Verfilmung des Tolkien-Buches "Der kleine Hobbit" in die deutschen Kinos kommen. In diesem Teil des "Herr der Ringe"-Universums wird die Geschichte von Bilbo Beutlin erzählt.

    Eine interessante Konkurrenzsituation ergibt sich am 27. Januar. Dann laufen nämlich gleich zwei hit-verdächtige Filme an. Clint Eastwood präsentiert in seinem neuen Regie-Werk "Hereafter - Das Leben danach" seinen ersten Ausflug in Mystery-Genre. Eastwood erzählt darin die Geschichte dreier Menschen, die auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Tod in Berührung kommen. Die Kritiker überschlagen sich schon jetzt mit Lobeshymnen auf den Streifen des 80-jährigen Ex-Revolverhelden.

    Der zweite Streifen, "Tron: Legacy", ist die lange erwartete Fortsetzung des Kultfilms "Tron" aus den 80-er Jahren. 21 Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden seines Vaters Kevin folgt ihm sein Sohn Sam Flynn in die Computerwelt von Tron. Dem Film fehlt der erzählerische Tiefgang von Eastwoods Werk. Fans des Originals und von gut gemachtem Action-Kino werden dennoch auf ihre Kosten kommen. Vor allem in 3D dürfte "Tron: Legacy" ein echter Augenschmaus werden.

    Außerdem erwartet die Kinofreunde eine Menge mehr oder weniger gelungener Aufgüsse von erfolgreichen Film-Konzepten. "The Fast and the Furious" geht mit "Fast Five" in die fünfte Runde. Disney bringt einen zweiten Teil des erfolgreichen Animationsfilms "Cars" auf die Leinwand. Robert Downey Jr. greift als Sherlock Holmes zum zweiten Mal gegen englische Schurken. "Underworld", "Ice Age" und "Mission Impossible" treten gar zum vierten Mal den Kampf um die Publikumsgunst an. Viel Gekreische verspricht der vierte Teil von "Scream". Cooler soll es dagegen beim dritten Teil von "Riddick" zugehen. Vin Diesel schlüpft wieder in die Rolle des Testosteron atmenden Weltallkriegers.

    Neu aufgelegt werden zudem die Geschichten von "Conan" (im Original mit Arnold Schwarzenegger), "True Grit" (Original mit John Wayne) sowie "Judge Dredd" (Original mit Sylvester Stallone). Interessanter als die bloßen Aufgüsse dürfte da die Neuverfilmung des Jugendbuchklassikers "Gullivers Reisen" werden: Komiker Jack Black ist ab dem 10. Februar in der Hauptrolle zu sehen.

    Das deutsche Kino bietet in diesem Jahr nur wenige potentielle Kassenschlager: Ab dem 6. Januar blödeln sich außerdem Hilmi Sözer und Tom Gerhardt als "Die Superbullen" durch die Gegend. Wer "Voll normaaal" lustig fand, dürfte auch bei diesem Werk auf seine Kosten kommen. Ab 24. Februar ist Daniel Brühl in der Rolle des Lehrers Konrad Koch zu sehen, der seinen Englisch-Unterricht mit Fußball-Ausdrücken aufpeppt und damit das Spiel nach Deutschland bringt - der Film spielt nämlich 1874. Die deutschen Kinomacher können ebenfalls mit Fortsetzungen umgehen. Sie warten mit einem zweiten "Wickie"-Film auf. Außerdem wird 2011 ein neues "Werner"-Abenteuer erscheinen - halb als Animations- halb als Realfilm.

    Vielversprechender klingt dagegen ein Filmstart am 17. März. Der österreichische TV-Kommissar Adolf Kottan erobert dann nämlich die Kinoleinwand. "Kottan ermittelt - Rien ne va plus" heißt das Abenteuer des Ermittlers, der mit seinem schrulligen, hintergründigen Humor in den 70-er und 80-er Jahren Kult-Status erreichte. Lukas Resetarits hat wie schon in der Serie die Hauptrolle übernommen. Die österreichische Produktion hat das Zeug, der Überraschungshit des Jahres zu werden. Adrian Bauer

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