Donnerstag, 23. Mai 2013

06. Oktober 2011 14:06 Uhr

Kultserie

Der Streit ums Geld: Das Aus für die "Simpsons"?

Liefert die Debatte um die Synchronsprecher-Gehälter das Aus für die längste Zeichentrickserie der Geschichte?

Der längsten Zeichentrickserie in der Geschichte des Fernsehens droht das Ende: «Die Simpsons» könnten nach Angaben von US-Medien einem Disput um die Gehälter der Sprecher zum Opfer fallen.
Foto: dpa

Für ihre Fans sind sie Kult - die Simpsons. Jetzt allerdings droht den gelben Comic-Helden das Aus. Der Grund: Honorarstreitigkeiten mit den Synchronsprechern. Wie der US-Netzwerksender CBS am Mittwoch, 5. Oktober, berichtete, wolle das Studio Twentieth Century Fox die Gage der Schaupieler, die den Hauptcharakteren eine Stimme verleihen, um fast die Hälfte kürzen.

Das Studio begründet die geplante Kürzung der Schauspielerbezüge mit den wachsenden Kosten der Serie, so CBS weiter. Demnach sollen sich die sechs Hauptsprecher, die Homer, Marge Simpson sowie ihre Kinder synchronisieren, in den USA mit einem Minus ihrer Einkünfte von 30 Prozent einverstanden erklärt haben, solange sie an dem Endprofit der Serie beteiligt werden. Fox lehnte jedoch diesen Vorschlag ab. Die Forderung des Studios nach einem freiwilligen Verzicht auf 45 Prozent weisen die Schauspieler wiederum als unakzeptabel zurück.

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Nach 23 Jahren scheinen die "Simpsons" einer Streitigkeit zu erliegen

Die Serie läuft seit 23 Jahren beim US-Sender Fox. Sie wurde in Deutschland vom ZDF vorgestellt und wird seit 1994 auf ProSieben ausgestrahlt, inzwischen auch auf Sat.1 Comedy. "Nach 23 Staffeln sprühen Die Simpsons vor Kreativität wie eh und je und werden von Millionen Fans rund um den Globus geliebt. Wir glauben, dass diese brillante Serie fortgesetzt werden kann und sollte", wurde Twentieth Century Fox von «Entertainment Weekly» online zitiert. "Allerdings können wir sie unter den gegenwärtigen finanziellen Bedingungen nicht länger erhalten", lautete die Fox-Erklärung weiter.

Die Zuschauerzahl der "Simpsons" in den USA ist in 2011 um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Manche Beobachter spekulieren, das Studio suche nach einem Weg, die Serie zu beenden, ohne sein Gesicht zu verlieren, hieß es bei CBS. dpa/AZ

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