Dienstag, 21. Mai 2013

26. April 2011 15:18 Uhr

Zigaretten-Studie

Deutsche rauchen immer mehr ohne den Staat

Jede fünfte Kippe in Deutschland verglimmt mittlerweile, ohne dass der Fiskus mitverdient. Die Tabakwirtschaft schätzt den Steuerausfall auf vier Milliarden Euro.

Immer mehr Zigaretten in Deutschland verglimmen, ohne dass der Staat mitverdient.
Foto: dpa

Wie der Deutsche Zigarettenverband (DZV) am Montag in Berlin mitteilte, stieg der Anteil nicht versteuerter Zigaretten an der Gesamtzahl gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozentpunkte auf 21,2 Prozent.

"Wir schätzen, dass dadurch ein Steuerausfall in Höhe von vier Milliarden Euro entstanden ist", sagte Marianne Tritz, Geschäftsführerin des Zigarettenverbandes. Von den nicht versteuerten Zigaretten seien mindestens 4,5 Milliarden Stück durch organisierte Kriminalität ins Land gebracht worden. Unversteuert sind auch Zigaretten, die legal aus Grenz- und Urlaubseinkäufen stammen.

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Starke Unterschiede zwischen Ost und West

Der Studie zufolge sind die Anteile nicht versteuerter Zigaretten in West- und Ostdeutschland sehr unterschiedlich. Während im Westen die Quote laut DZV 2010 nur leicht auf 14 Prozent stieg, hat sie in Ostdeutschland von 41,6 auf 45,2 Prozent zugelegt. Hochburgen seien neben Berlin und Dresden die Grenzgebiete zu Polen und Tschechien.

Laut dem Deutschen Zigarettenverband sank der Absatz versteuerter Zigaretten zwischen 2002 und 2010 von 145 auf 83,6 Milliarden Stück. Die Einnahmen aus der Tabak- und Mehrwertsteuer schrumpften im selben Zeitraum aber vergleichsweise überschaubar - von 16,2 auf 14,9 Milliarden Euro. Ausschlaggebend ist, dass der Staat die Tabaksteuer zuletzt immer wieder anhob - allein zwischen 2002 und 2005 insgesamt fünfmal. Die nächste Anpassung kommt zum 1.Mai. Dann steigt die Tabaksteuer um vier bis acht Cent. Beschlossen ist eine jährliche Anhebung bis 2015 in ähnlicher Größenordnung. mit dapd

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Schlagworte

Berlin | Steuer | Tabak