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WWF-Studie: Die Welt ist nicht genug

WWF-Studie

Die Welt ist nicht genug

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    Die natürliche Kapazität der Erde ist laut eine WWF-Studie deutlich überschritten.
    Die natürliche Kapazität der Erde ist laut eine WWF-Studie deutlich überschritten. Foto: Russian Earth Observation Center

    Der "WWF Living Planet Report 2012" legt besorgniserregende Ergebnisse offen: Demnach beansprucht die Menschheitdie globalen Ökosysteme inzwischen derart, dass sie rechnerisch die Kapazität von 1,5 Erden bräuchte, um ihren Bedarf wirklich nachhaltig decken zu können. Setze sich der Trend fort, beanspruche die Menschheit bis 2030 doppelt so viele Kapazität, wie die Erde eigentlich bereitstellen könne. 2050 wären es knapp drei Mal so viele.

    WWF: Ökologische Fußabdruck zu groß

    WWF Living Planet Report: Diagramm zur Entwicklung der Biodiversität und zum wachsenden Okö-Fußabdruck des Menschen; Hochformat: 90 x 100 mm; Redaktion: K. Pepping; Grafik: A. Schäfer (Sperrfrist 15. Mai 0001)
    WWF Living Planet Report: Diagramm zur Entwicklung der Biodiversität und zum wachsenden Okö-Fußabdruck des Menschen; Hochformat: 90 x 100 mm; Redaktion: K. Pepping; Grafik: A. Schäfer (Sperrfrist 15. Mai 0001) Foto: dpa-infografik GmbH

    Der ökologische Fußabdruck ist eine Messgröße, die  veranschaulichen soll, wie die Menschheit, einzelne Länder oder Individuen die natürlichen Ressourcen und die  Regenerationsfähigkeit der Ökosysteme beanspruchen. Sie wird in der  Kunsteinheit globaler Hektar (Gha) angegeben. Ein Abdruck gibt an, wie viel Fläche und damit Biokapazität für einen Lebenstil benötigt wird. Dabei geht es um den Platz für Siedlungen und  Nahrungsproduktion, aber auch um die Fläche, die nötig wäre, um den  Ausstoß des Treibhausgases CO2 natürlich zu binden.

    Nach WWF-Angaben hat sich der ökologische Fußabdruck der Menschheit seit 1966 verdoppelt und wächst weiter. Derzeit beträgt er 18 Milliarden globale Hektar oder 2,7 Globale Hektar (Gha) pro Person.

    Menschheit verbaucht Ressourcen der Erde zu schnell

    Die Kapazität des Planeten unter der Maßgabe einer  natürlichen Regeneration liegt demnach aber bei nur zwölf Milliarden Gha oder 1,8 Gha/Person. "Damit verbraucht die  Menschheit 1,5-mal so viel natürliche Ressourcen wie sich jährlich  erneuern", erklärte der WWF. Das sei in der Gesamtrechnung vor allem hohen CO2-Emissionen geschuldet.

    Ökologischer Fußabdruck von Industriestaaten größer als von Entwicklungsländern

    Einwohner wohlhabender Staaten haben aufgrund ihres Lebenstils und der weit entwickelten Wirtschaft ihrer Länder einen wesentlich größeren ökologischen Fußabdruck als Menschen aus  Entwicklungsländern.

    Zahlen und Fakten zur Weltbevölkerung

    Es vergingen Zehntausende Jahre, bis die Weltbevölkerung im Jahr 1800 erstmals eine Milliarde Menschen zählte. Doch schon 200 Jahre später hat sich ihre Zahl versechsfacht. Zahlen und Fakten:

    Mit 1,35 Milliarden Menschen ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt; es folgt Indien mit 1,241 Milliarden.

    Mit knapp 81 Millionen liegt Deutschland auf Platz 16.

    Bis 2050 werden nach Schätzung der Vereinten Nationen 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben, mehr als 10 Milliarden bis zum Ende des Jahrhunderts.

    Die UN erwarten, dass die durchschnittliche Anzahl von Kindern pro Frau bis zum Jahr 2100 von weltweit derzeit 2,5 auf 2 sinken wird.

    Während die Bevölkerung in Europa schrumpft, wird sich die Zahl der Menschen in Afrika von heute einer Milliarde auf voraussichtlich 3,6 Milliarden mehr als verdreifachen.

    Zu Beginn des 22. Jahrhunderts wird statistisch gesehen vermutlich jeder zweieinhalbte Mensch in Afrika leben.

    Eine afrikanische Frau bringt heute durchschnittlich 4,7 Kinder zur Welt. Im europäischen Durchschnitt sind es 1,6, in Deutschland sogar nur 1,4.

    Die zehn Länder mit dem größten Abdruck pro Kopf sind dem WWF zufolge Katar, Kuwait, die Vereinten Arabischen  Emirate, Dänemark, die USA, Belgien, Australien, Kanada, die  Niederlande und Irland. Deutschland liegt auf Platz 30. Hätten alle  Menschen den Umweltverbrauch eines Deutschen, wären 2,5 Erden zur Bedarfsdeckung nötig. afp

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