Groß-Razzia gegen Neonazis in NRW: Die Polizei ist am Mittwoch mit einer großen Razzia gegen Neonazis in Nordrhein-Westfalen vorgegangen. Rund hundert Beamte durchsuchten Wohnungen und Büros in mehreren Städten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Köln mitteilten.
Neonazis festgenommen
Dabei wurden laut einem Polizeisprecher drei Beschuldigte festgenommen. Die Durchsuchungen fanden in Radevormwald, Düsseldorf, Wuppertal und Essen statt. Auch das Fraktionsbüro der rechten Gruppierung "Pro NRW" in Radevormwald wurde durchsucht.
Razzia: Ermittlung gegen 18 Beschuldigte
Die Aktion mache deutlich, "dass wir die Bedrohung von Rechts sehr ernst nehmen", erklärte Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers. Die Haftbefehle richteten sich den Angaben zufolge gegen führende Köpfe des rechtsextremen "Freundeskreis Rade", denen die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird. Es wird demnach insgesamt gegen 18 Beschuldigte ermittelt. In annähernd 30 Einzelverfahren sei deutlich geworden, dass sich der "Freundeskreis Rade" zusammengeschlossen habe, "um in wechselnder Beteiligung rechtsextremes Gedankengut umzusetzen".
Verdacht: "Erhebliche Straftaten"
Es bestehe darüber hinaus der Verdacht, dass im Rahmen dieses Zusammenschlusses "erhebliche Straftaten" begangen worden seien. (afp, AZ)