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Heiße Spur: EHEC-Erreger stammt möglicherweise aus Lübeck

Heiße Spur

EHEC-Erreger stammt möglicherweise aus Lübeck

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    Das undatierte Handout-Foto vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) zeigt die elektronenmikroskopische Aufnahme von EHEC-Bakterien. Foto: Manfred Rohde/HZI dpa
    Das undatierte Handout-Foto vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) zeigt die elektronenmikroskopische Aufnahme von EHEC-Bakterien. Foto: Manfred Rohde/HZI dpa

    Teilnehmerinnen eines Seminars der Steuergewerkschaft hatten zwischen dem 12. und 14. Mai mit dem gefährlichen Erreger infiziert. Das hatte die Zeitung "Lübecker Nachrichten" am Samstag berichtet. Ein Sprecher des Kieler Gesundheitsministeriums bestätigte diesen Bericht auf dapd-Anfrage

    Mittlerweile seien auch Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts (RKI) in der Hansestadt gewesen. "Das Restaurant trifft keine Schuld, allerdings kann die Lieferantenkette möglicherweise den entscheidenden Hinweis geben, wie der Erreger in Umlauf gekommen ist", wird Werner Solbach, Mikrobiologe am Universitätsklinikum Lübeck, zitiert.

    Der Zeitung zufolge hatte in dem Restaurant unter anderem eine dänische Besuchergruppe zu Mittag gegessen, die für einen Tagesausflug in die Hansestadt gekommen war. Acht Teilnehmer hätten sich infiziert. Zur selben Zeit hätten auch 30 Frauen einer Gewerkschaft in dem Lokal gespeist. Die Teilnehmerinnen, die aus ganz Deutschland stammten, seien zu einem Seminar in Lübeck gewesen.

    "Bislang wissen wir von acht, teilweise sehr schweren Fällen. Eine Teilnehmerin aus Nordrhein-Westfalen ist verstorben", sagte Dieter Ondracek, Bundesvorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft in Berlin, der Zeitung.

    Ein weiterer schwerer Infektionsfall steht offenbar  im Zusammenhang mit dem Restaurant. Ein erkranktes Kind aus Süddeutschland sei bei einer Familienfeier ebenfalls im betreffenden Zeitraum in dem Restaurant gewesen, sagte Solbach den "Lübecker Nachrichten".

    Die Zahl der beim Robert-Koch-Institut gemeldeten EHEC-Erkrankungen ist derweil weiter gestiegen: Bis Freitagnachmittag registrierte das RKI 1.213 Fälle, 520 Patienten litten am Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS).

    Bundesweit sind mittlerweile mindestens 19 Todesfälle nach einer EHEC-Infektion gemeldet. dapd/AZ

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