Die grausame Elefantenwilderei in Kamerun nimmt kein Ende: Allein seit Mitte Januar seien bis zu 400 Dickhäuter von Elfenbeinjägern getötet worden, berichtete der Internationale Tierschutz-Fonds (IFAW) am Montag. Daraufhin sei im Bouba Ndjda Nationalpark im Norden des westafrikanischen Landes ein blutiger Konflikt zwischen den Wilderern und dem Militär entbrannt, teilte die Organisation nach einem Besuch in dem Gebiet mit.
Heftige Schießereien zwischen Armee und Wilderern
Erst vor wenigen Tagen sei es zu heftigen Schießereien zwischen der Armee und Wilderern gekommen, als diese eine Elefantenherde angriffen. Ein Soldat und ein Wilderer kamen ums Leben.
Die Wilderer seien extrem brutal vorgegangen, hieß es vom IFAW. Tierärztin Sharon Redrobe sagte, einige Elefanten lebten wahrscheinlich noch, als ihnen die Stoßzähne und der Rüssel mit Macheten abgetrennt wurden.
Die Organisation rief Kamerun und die Nachbarländer Tschad und die Zentralafrikanische Republik dazu auf, enger zusammenzuarbeiten, um ihre Elefantenherden zu schützen. "Sie müssen eine konsequente Strategie gegen die Wilderei entwickeln", sagte Céline Sissler-Bienvenue, Leiterin des IFAW-Frankreich und zuständig für Projekte in West- und Zentralafrika. dpa