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Indischer Ozean: Erdbeben der Stärke 8,7: Tsunami befürchtet

Indischer Ozean

Erdbeben der Stärke 8,7: Tsunami befürchtet

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    Ein starkes Erdbeben hat am Mittwoch die Küste Sumatras in Indonesien erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab eine Stärke von 8,7 an.
    Ein starkes Erdbeben hat am Mittwoch die Küste Sumatras in Indonesien erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab eine Stärke von 8,7 an. Foto: dpa

    Ein starkes Erdbeben hat am Mittwoch die Küste Sumatras in Indonesien erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS gab eine Stärke von 8,7 an. Die indonesische Erdbebenwarte gab eine Tsunamiwarnung heraus. "Wir haben eine Tsunamiwarnung für Aceh, Nordsumatra und Westsumatra herausgegeben", sagte ein Sprecher der Behörde. Nach Angaben von Lokalmedien rannten die Menschen auf Sumatra in Panik auf die Straßen.

    "Es steht nicht fest, dass ein Tsunami ausgelöst wurde"

    Das Tsunamiwarnzentrum rief alle Länder rund um den Indischen Ozean auf, nach Anzeichen eines Tsunamis Ausschau zu halten. Es handelte sich nicht um eine Tsunamiwarnung, betonte das Zentrum. "Es steht nicht fest, dass ein Tsunami ausgelöst wurde", heißt es in der Mitteilung. Aber Erdbeben dieser Stärke hätten das Potenzial, einen Tsunami mit großem Zerstörungspotenzial auszulösen.

    Das Beben ereignete sich etwa 370 Kilometer von der Hauptstadt Sinabang der Insel Simeuluë vor der Küste Sumatras (Indonesien) entfernt, in einer Tiefe von 33 Kilometern. Die Hongkonger Erdbebenwarte gab die Stärke der Erdstöße vor Sumatra mit 8,4 an, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

    Thailand in Alarmbereitschaft

    Auch Thailand hat seine westlichen Provinzen am Mittwoch in Alarmbereitschaft versetzt. "Wir beobachten die Lage und haben die Provinzen an der Andamansee aufgerufen, wachsam zu sein", sagte ein Sprecher des thailändischen Katastrophenschutzes im Fernsehen.

    Die Ferieninseln Phuket und die Küste um Khao Lak weiter nördlich waren bei dem Tsunami 2004 schwer betroffen. In Thailand kamen damals mehr als 5000 Menschen ums Leben, davon etwa die Hälfte ausländische Touristen.

    Japan-Erdbeben hatte Stärke 9,0

    Zum Vergleich: Das schwere Erdbeben vor der Ostküste Japan am 11. März 2009 hatte eine Stärke von 9,0. Das Beben mit dem verheerenden Tsunami Ende 2004 ebenfalls bei Sumatra hatte eine Stärke von 9,1. In der Folge starben rund 230 000 Menschen. (dpa, AZ)

    Die zehn stärksten Erdbeben der Geschichte

    Das Erdbeben von Valdivia in Chile vom 22. Mai 1960 forderte 1655 Tote und erreichte eine Stärke von 9,5. Damit gilt es als das heftigste Beben aller Zeiten.

    Am 27. März 1964 kam es in Alaska zum sogenannten Karfreitagsbeben. Die ausgelöste Tsunamiwelle soll eine Höhe von 67 Metern erreicht haben.

    Noch im Gedächtnis aller: Der Tsunami im Indischen Ozean, ausgelöst durch einen Erdstoß der Stärke 9,1 am 26. Dezember 2004. 230.00 Menschen kamen ums Leben, 1,7 Millionen Küstenbewohner wurden obdachlos.

    Die Katastrophe von Japan vom 11. März 2011 hat Auswirkungen bis heute. Mehr als 12.000 Menschen werden noch immer vermisst, um die 13.000 Tote sind zu beklagen und das leckgeschlagene Atomkraftwerk von Fukushima dürfte die Menschheit noch Jahrhunderte beschäftigen. Seismologen haben die Stärke mit 9,0 bestimmt.

    Mit ebenfalls 9,0 auf der Momenten Magnitude rangiert das Erdbeben von Kamtschatka in Russland aus dem Jahr 1952 am 4. November auf Platz 5.

    In Maule in Chile wackelte die Erde am 27. Februar 2010 mit 8,8 auf der Momenten-Magnitude. 342 Menschen starben.

    Das siebtstärkste gemessene Erdbeben der Geschichte fand am 31. Januar 1906 in Ecuador statt. Die Stärke lag bei 8,8.

    Die Naturkatastrophe auf den Rat Islands von Alaska am 4. Februar 1965 hatte eine Stärke von 8,7. Platz 8.

    Am 28. März 2005 haben Seismologen beim Beben von Sumatra 8,6 gemessen. Es gab mehr als 1000 Tote.

    Platz 10 belegt der Erdstoß im Grenzgebiet zwischen China und Indien aus dem Jahr 1950. Am 15. August wurde eine Stärke auf der Momenten Magnitude von 8,6 gemessen.

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