Schnee gibt es kaum noch in der Region. Kaum verwunderlich: Seit gestern steigen und steigen die Temperaturen. „Heute wird es im Tagesverlauf immer wärmer. Am Nachmittag erreichen die Höchstwerte deutschlandweit 8 bis 14 Grad, im Südwesten und Süden sind sogar frühlingshafte 16 Grad möglich", sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.
In den nächsten Tagen folgt dann ein Tief dem nächsten. "Mal beschert es uns milde Luft, mal wieder deutlich kältere Luft", so Jung, der für die Alpen eine "erhebliche Neuschneepackung" prophezeit.
Donnerstag und Freitag bleibt das Wetter noch recht mild. Aber dann folgt der Temperatursturz um 10 bis 15 Grad. Am Samstag frösteln wir wieder bei minus 1 bis plus 5 Grad. Ab 300 bis 400 Meter herrscht Dauerfrost.
Wettervorhersage: Temperatursturz am Wochenende
Der Grund für diesen markanten Temperatursturz ist ein kleines Sturmtief, das in der Nacht zum Samstag mit seinem Zentrum von Benelux direkt über Deutschland ziehen wird - so die aktuellen Berechnungen. Dieses Tief wird vor allem dem Westen und Süden Sturm bringen. Bis in tiefe Lagen sind zum Teil schwere Sturmböen möglich, in höheren Lagen laut Jung sogar Orkanböen.
Bauernweisheiten zum Wetter
Hat der November einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart.
Ist es um Martini trüb, wird der Winter lind und lieb.
Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt fruchtbar Jahr mit reichlich Klee.
Weihnacht im Schnee – Ostern im Klee.
Am Neujahrstage Sonnenschein lässt das Jahr uns fruchtbar sein.
Ist Dreikönig hell und klar, gibt's guten Wein im neuen Jahr.
Wenn's zu Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
Hat der Valentin Regenwasser, wird der Frühling noch viel nasser.
Regnet es zu St. Nicolaus wird der Winter streng und graus.
Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rau.
Der Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.
Wenn im Februar die Mücken schwärmen, muss man im März die Ohren wärmen.
Gibt es Fastnacht viele Sterne, legen auch die Hühner gerne.
Hüpfen Eichhörnchen und Finken, siehst du schon den Frühling winken.
Wenn am Dach hängen gefrorene Spitzen, dann ist gut beim Ofen sitzen.
Wenn es nicht wintert, so sommert es nicht.
Entsteigt der Rauch gefror'nen Flüssen, so ist auf lange Kälte zu schließen.
Donnert's durch den kahlen Wald, wird's noch einmal bitterkalt.
Auch am Sonntag bleibt es oberhalb von 400 Metern winterlich. Doch schon im Lauf des Montags zieht ein neues Sturmtief heran, was dann am Dienstag erneut für zweistellige Höchstwerte und Regen sorgt.
„In den nächsten sieben Tagen steht uns also ein ziemliches Auf und Ab bevor. Beim Winter geht es zu wie bei einem Jo-Jo – rauf und runter. Dabei müssen wir uns auf einige Wettergefahren einstellen: Sturm, Hochwasser und dazwischen immer wieder besonders ab 300 Meter auch auf ein vorübergehendes Schneechaos“ so Jung.
Pegel steigen an
Wie der Hochwassernachrichtendienst berichtet, führen Tauwetter und Regenfälle in Bayern vor allem nördlich der Donau zu Ausuferungen und Überflutungen. In unserer Region wurden bis Mittwochvormittag keine Meldestufen erreicht. Einzige Ausnahme: An der Wörnitz bei Harburg erreicht der Pegel die Meldestufe 2.
Der Trend zum Faschingswochenende
Das „Wetter-Wirrwarr“ dauert den ersten Prognosen zufolge an. Ob Faschingsfans sich nun eher auf Regen oder auf Schnee einstellen müssen, bleibt abzuwarten. AZ