Samstag, 29. November 2014

30. Januar 2013 11:22 Uhr

Wetter

Erst kommt der Sturm, dann folgt die Kälte

Warm und stürmisch - so präsentiert sich heute das Wetter. Allzu lang dürfen wir uns über die frühlingshaften Temperaturen aber nicht freuen.

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In den nächsten Tagen folgt ein Tief dem nächsten. "Mal beschert es uns milde Luft, mal wieder deutlich kältere Luft", so Meteorologe Dominik Jung. Vor allem aber ist es stürmisch.
Foto: Boris Roessler, dpa/Archiv

Schnee gibt es kaum noch in der Region. Kaum verwunderlich: Seit gestern steigen und steigen die Temperaturen. „Heute wird es im Tagesverlauf immer wärmer. Am Nachmittag erreichen die Höchstwerte deutschlandweit 8 bis 14 Grad, im Südwesten und Süden sind sogar frühlingshafte 16 Grad möglich", sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

In den nächsten Tagen folgt dann ein Tief dem nächsten. "Mal beschert es uns milde Luft, mal wieder deutlich kältere Luft", so Jung, der für die Alpen eine "erhebliche Neuschneepackung" prophezeit.

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Donnerstag und Freitag bleibt das Wetter noch recht mild. Aber dann folgt der Temperatursturz um 10 bis 15 Grad. Am Samstag frösteln wir wieder bei minus 1 bis plus 5 Grad. Ab 300 bis 400 Meter herrscht Dauerfrost.

Wettervorhersage: Temperatursturz am Wochenende

Der Grund für diesen markanten Temperatursturz ist ein kleines Sturmtief, das in der Nacht zum Samstag mit seinem Zentrum von Benelux direkt über Deutschland ziehen wird -  so die aktuellen Berechnungen. Dieses Tief wird vor allem dem Westen und Süden Sturm bringen. Bis in tiefe Lagen sind zum Teil schwere Sturmböen möglich, in höheren Lagen laut Jung sogar Orkanböen.

Auch am Sonntag bleibt es oberhalb von 400 Metern winterlich. Doch schon im Lauf des Montags zieht ein neues Sturmtief heran, was dann am Dienstag erneut für zweistellige Höchstwerte und Regen sorgt.

„In den nächsten sieben Tagen steht uns also ein ziemliches Auf und Ab bevor. Beim Winter geht es zu wie bei einem Jo-Jo – rauf und runter. Dabei müssen wir uns auf einige Wettergefahren einstellen: Sturm, Hochwasser und dazwischen immer wieder besonders ab 300 Meter auch auf ein vorübergehendes Schneechaos“ so Jung.

Pegel steigen an

Wie der Hochwassernachrichtendienst berichtet, führen Tauwetter und Regenfälle in Bayern vor allem nördlich der Donau zu Ausuferungen und Überflutungen. In unserer Region wurden bis Mittwochvormittag keine Meldestufen erreicht. Einzige Ausnahme: An der Wörnitz bei Harburg erreicht der Pegel die Meldestufe 2.

Der Trend zum Faschingswochenende

Das „Wetter-Wirrwarr“ dauert den ersten Prognosen zufolge an. Ob Faschingsfans sich nun eher auf Regen oder auf Schnee einstellen müssen, bleibt abzuwarten.  AZ

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