Noch ist nicht geklärt, woran der weltberühmte Eisbär Knut gestorben ist. Sogar von einer möglichen Vergiftung ist jetzt die Rede. Der Obertierpfleger des Zoos, Peter Griesbach, sagte gegenüber der Berliner Morgenpost: „So ein plötzlicher Tod bei einem jungen Tier ist absolut nicht normal. Es kann durchaus sein, dass Knut vergiftet wurde, aber das ist nur eine Mutmaßung." Er habe schon immer befürchtet, dass "irgendein Verrückter Knut etwas antun könnte, um Aufmerksamkeit zu erlangen", mutmaßte Griesbach.
Tierschützer hatten die Haltung des Tieres als Dauerstress kritisiert. Diese Vorwürfe wies Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz zurück. Eine genaue Untersuchung des Tierkadavers soll nun Klarheit über die Todesurache bringen.
Unterdessen kommen beim "Knut Gedenkbuch" auf der Internetseite des Berliner Zoos minütlich neue Einträge hinzu. Über 2100 Knut-Fans hatten bis Montagnachmittag dort schon Kommentare hinterlassen und sich von Knut auf diese Weise verabschiedet. Ein Familie etwa schreibt über "ihren Berliner Bären" in dem Online-Gedenkbuch: "Wir haben dich vom ersten Tag an begleitet und uns immer über Dich und Deine witzige Art gefreut. Genau eine Woche vor deinem Tod noch gestaunt wie sauber und schön ihr Eisbären euch in der Sonne allt. Jetzt ist es schlagartig alles vorbei, das einzige was bleibt sind die Erinnerungen und Fotos von Dir."
Viele Einträge nennen auch Knuts Ziehvater, dem Pfleger Thomas Dörflein. Er war im September 2008 überraschend an einem Herzinfarkt gestorben. So schreibt ein Mann: "Ich hoffe er ist jetzt bei seinem geliebten Ziehvater. Er wird immer in meiner Erinnerungen weiter leben." AZ