Bis Freitag kommt zu uns aus Nordeuropa viel kalte Luft. Am heutigen Mittwoch bleibt es aber noch relativ mild. Das bedeutet Höchstwerte zwischen 10 und 15 Grad. Doch dann drückt am Freitag richtig kalte Luft nach Deutschland, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.
Schnee in Augsburg und München
Mit der kalten Luft kommt auch Niederschlag und der geht im Lauf des Freitags besonders am Alpenrand bis in die Niederungen in Schnee über. Am Freitag werden die Temperaturen im Tagesverlauf auch nicht wie üblich ansteigen, sondern sie werden zurückgehen. Besonders in Südbayern kann es in der Nacht zum Samstag bis in die Niederungen schneien. Davon können auch Städte wie München oder Augsburg betroffen sein. Es ist nun also höchste Zeit die Winterreifen aufzuziehen.
Auch an den Folgetagen gibt es in den Nächten häufig Frost. Tagsüber wird nur selten die 10-Grad-Marke überschritten. "Der Spätsommer oder Altweibersommer hat sich für 2012 endgültig verabschiedet", so Wetterexperte Jung von wetter.net, der auch schon eine Prognose für den Winter 2012/2013 wagt.
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Die Uhren werden wieder von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Für viele Menschen bedeutet die dunkle Jahreszeit dann ständige Müdigkeit. Ursache für Trübsinn und Müdigkeit sei das fehlende Tageslicht, sagt der Schlafforscher Prof. Jürgen Zulley aus Regensburg.
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Denn bei der Zeitumstellung im Herbst werden die Uhren von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgedreht. Dadurch wird es früher dunkel: Ging die Sonne vorher gegen 18.00 Uhr unter, tut sie es nach der Umstellung schon um 17.00 Uhr.
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Die verlängerte Nacht dürfte dem Biorhythmus keine Probleme bereiten - im Gegenteil: «Über einen Tag mit 25 Stunden freut sich unsere innere Uhr sogar, denn das ist genau ihr angeborener Rhythmus», erklärt Zulley.
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Probleme macht aber das fehlende Licht: «Bei Dunkelheit schüttet der Körper das Hormon Melatonin aus. Es sorgt dafür, dass wir müde werden», erklärt Zulley. Bei Licht hingegen werde Serotonin produziert, das die Stimmung aufhellt.
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Der Schlafforscher rät daher, sich tagsüber so viel wie möglich draußen aufzuhalten. «Eine halbe Stunde sollte es täglich mindestens sein», rät er. «Auch, wenn es uns an trüben Tagen nicht so vorkommt, so reicht das Tageslicht selbst bei wolkenverhangenem Himmel aus, um uns aufzuwecken. Es ist immer noch um ein Vielfaches heller als das Licht von Lampen.»
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Lampen aber sind immerhin hilfreich am frühen Morgen, wenn man bei tiefster Dunkelheit kaum aus dem Bett kommt. «Dann sollte man gleich das Licht anschalten, und zwar in der gesamten Wohnung. Denn das sorgt erst einmal schon für Helligkeit», sagt der Wissenschaftler. Den Kreislauf brächten Wechselduschen in Schwung. Er empfiehlt überdies, sich täglich zu bewegen - auch wenn sich die meisten Menschen bei Nieselregen und Kälte am liebsten auf dem Sofa verkriechen möchten. «Bewegung sorgt zusätzlich dafür, dass wir uns wohler und ausgeglichener fühlen.»
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Dass der Mensch im Herbst und Winter in eine Art Winterschlaf falle, findet Zulley nur natürlich. «Wir sollten in diesen Monaten im Rhythmus der Natur leben und mehr zur Ruhe kommen.» (dpa)
Der Wintertrend von wetter.net
"Das wird ein richtiger Chaos-Winter, der viel Abwechslung bereit hält und zeitweise richtig gefährlich werden kann", so Jung über seine ersten Ergebnisse.
- Dezember: Der erste meteorologische Wintermonat fällt vielfach durchschnittlich, im Osten und Süden allerdings vielfach leicht zu kalt aus. Zur Monatsmitte könnte die russische Kältepeitsche mit Eis und Schnee zum ersten Mal so richtig intensiv zuschlagen. Ob das hochwinterliche Wetter allerdings bis Weihnachten durchhält ist unsicher, denn vom Atlantik drängen im letzten Monatsdrittel sehr wahrscheinlich einige Sturm- mitunter auch Orkantiefs nach Europa, die sehr milde Luft nach Deutschland bringen könnten. Weiße oder grüne Weihnachten – das wird sich wahrscheinlich erst auf den letzten Metern vor dem Fest entscheiden!
- Januar: Der Januar würde nach aktuellem Stand eher durchschnittlich ausfallen. Er bringt zudem viel Niederschlag, der jedoch nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen als Schnee fällt. Generell werden in den Alpen auch diesen Winter wieder sehr gute Wintersportbedingungen erwartet. In den Niederungen riecht es den ersten Berechnungen zufolge nach einem Schmuddelwinter – gerade perfekt, um sich eine Erkältung nach der nächsten einzufangen!
- Februar: In diesem Monat könnte das dicke Kältepolster über Sibirien abermals angezapft werden und weite Teile Europas mit kalter Luft überschwemmen. Diese zweite Kältewelle könnte noch heftiger als die Kältewelle im Dezember ausfallen. Nennenswerter Schneefall ist dabei vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands zu erwarten.
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