Sonntag, 19. Mai 2013

24. Oktober 2012 10:29 Uhr

Wetter

Experte kündigt Chaos-Winter an

Am Freitag schneit es in der Region. Doch der Schnee schmilzt sofort wieder weg. Der Winter indes könnte heftiger ausfallen, vermutet ein Meteorologe.

Am Freitag schneit es in der Region. Doch der Schnee schmilzt sofort wieder weg. Der Winter indes könnte heftiger ausfallen, vermutet ein Meteorologe.

Bis Freitag kommt zu uns aus Nordeuropa viel kalte Luft. Am heutigen Mittwoch bleibt es aber noch relativ mild. Das bedeutet Höchstwerte zwischen 10 und 15 Grad. Doch dann drückt am Freitag richtig kalte Luft nach Deutschland, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Schnee in Augsburg und München

Mit der kalten Luft kommt auch Niederschlag und der geht im Lauf des Freitags besonders am Alpenrand bis in die Niederungen in Schnee über. Am Freitag werden die Temperaturen im Tagesverlauf auch nicht wie üblich ansteigen, sondern sie werden zurückgehen. Besonders in Südbayern kann es in der Nacht zum Samstag bis in die Niederungen schneien. Davon können auch Städte wie München oder Augsburg betroffen sein. Es ist nun also höchste Zeit die Winterreifen aufzuziehen.

Auch an den Folgetagen gibt es in den Nächten häufig Frost. Tagsüber wird nur selten die 10-Grad-Marke überschritten. "Der Spätsommer oder Altweibersommer hat sich für 2012 endgültig verabschiedet", so Wetterexperte Jung von wetter.net, der auch schon eine Prognose für den Winter 2012/2013 wagt.

Der Wintertrend von wetter.net

"Das wird ein richtiger Chaos-Winter, der viel Abwechslung bereit hält und zeitweise richtig gefährlich werden kann", so Jung über seine ersten Ergebnisse.

  • Dezember: Der erste meteorologische Wintermonat fällt vielfach durchschnittlich, im Osten und Süden allerdings vielfach leicht zu kalt aus. Zur Monatsmitte könnte die russische Kältepeitsche mit Eis und Schnee zum ersten Mal so richtig intensiv zuschlagen. Ob das hochwinterliche Wetter allerdings bis Weihnachten durchhält ist unsicher, denn vom Atlantik drängen im letzten Monatsdrittel sehr wahrscheinlich einige Sturm- mitunter auch Orkantiefs nach Europa, die sehr milde Luft nach Deutschland bringen könnten. Weiße oder grüne Weihnachten – das wird sich wahrscheinlich erst auf den letzten Metern vor dem Fest entscheiden!
  • Januar: Der Januar würde nach aktuellem Stand eher durchschnittlich ausfallen. Er bringt zudem viel Niederschlag, der jedoch nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen als Schnee fällt. Generell werden in den Alpen auch diesen Winter wieder sehr gute Wintersportbedingungen erwartet. In den Niederungen riecht es den ersten Berechnungen zufolge nach einem Schmuddelwinter – gerade perfekt, um sich eine Erkältung nach der nächsten einzufangen!
  • Februar: In diesem Monat könnte das dicke Kältepolster über Sibirien abermals angezapft werden und weite Teile Europas mit kalter Luft überschwemmen. Diese zweite Kältewelle könnte noch heftiger als die Kältewelle im Dezember ausfallen. Nennenswerter Schneefall ist dabei vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands zu erwarten.

stni

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Mehr zum Thema

Die neuesten Kommentare

Schlagworte

Dominik Jung | Wetter | Winter

Mehr zum Thema