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Vergewaltigungsprozess: Fall Kachelmann: Haft oder Freispruch?

Vergewaltigungsprozess

Fall Kachelmann: Haft oder Freispruch?

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    Wettermoderator Jörg Kachelmann (r) und sein Anwalt Johann Schwenn. Am Dienstag wird das Mannheimer Landgericht über den Fall Kachelmann urteilen. Die Staatsanwaltschaft fordert Haft, die Verteidigung plädiert auf Freispruch. (Archivbild) dpa
    Wettermoderator Jörg Kachelmann (r) und sein Anwalt Johann Schwenn. Am Dienstag wird das Mannheimer Landgericht über den Fall Kachelmann urteilen. Die Staatsanwaltschaft fordert Haft, die Verteidigung plädiert auf Freispruch. (Archivbild) dpa

    Im Vergewaltigungs-Prozess gegen den Ex-TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann Mannheimer Landgericht am Dienstag sein Urteil verkünden. Die Ex-Freundin von Jörg Kachelmann wirft ihm vor, dass er sie nach einem Streit mit einem Messer bedroht und dann vergewaltigt habe. Kachelmann bestreitet alle Vorwürfe. Er war im März vorigen Jahres festgenommen worden und hatte vier Monate lang in Untersuchungshaft gesessen.

    Mehrere Gutachter konnten  in dem nunmehr acht Monate lang dauernden Verfahren keine klare  Einschätzung abgeben. Die  Staatsanwaltschaft hält den Wettermoderator für schuldig und fordert eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten. Kachelmanns Anwälte plädieren dagegen auf Freispruch.

    Große Teile des Prozesses vor dem Landgericht Mannheim wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt - vor allem die Aussage des mutmaßlichen Opfers, aber auch zum allergrößten Teil die der zahlreichen Ex-Geliebten, die dazu beitragen sollten, die Persönlichkeit Kachelmanns und sein Verhalten in Bett und Beziehungen auszuleuchten. Auch die psychologischen Gutachten wurden teilweise in nichtöffentlicher Sitzung vorgetragen. Die Öffentlichkeit konnte sich durchaus ein Bild machen - aber wirklich vollständig ist es eben nicht.

    Revision bei Kachelmann-Freispruch sehr wahrscheinlich

    Im Fall eines Freispruchs für den Wettermann Kachelmann will die Staatsanwaltschaft wohl zumindest formal Revision einlegen. Dies sagte zumindest Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge. Er widersprach damit verschiedenen Berichten in den Medien, wonach es angeblich eine Absprache innerhalb der Staatsanwaltschaft gebe, auf Rechtsmittel zu verzichten.

    Beobachter tippen auf einen Freispruch

    Das Gericht hat angekündigt, die Urteilsverkündung werde etwa eine Stunde lang dauern. Es gibt Justiz-Insider, die schon daraus schließen, dass mit einem Freispruch zu rechnen sei - eine Verurteilung zu begründen, so meinen sie, würde länger dauern. Aber das - um ein Wort des Hamburger Verteidigers Johann Schwenn zu verwenden - ist wohl eher Spökenkiekerei.

    Maischberger talkt über Kachelmann

    Am DienstagAbend um 22.45 Uhr diskutiert ARD-Talkerin Sandra Maischberger in ihrer Sendung über den Fall des Wetterexperten. Bei ihr zu Gast sind die Journalistin Alice Schwarzer ("Emma"), die den Prozess für die "Bild"-Zeitung begleitete, der ehemalige Kachelmann-Verteidiger Klaus Schroth, die Schauspielerin Ingrid Steeger, der ARD-Rechtsexperte Karl-Dieter Möller, die Staatsanwältin Gabriela Piontkowski vom Sonderdezernat "Gewalt gegen Frauen" sowie der Schweizer Medienunternehmer und TV-Moderator Roger Schawinski.

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