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Flugausfälle drohen: Flughafen Frankfurt: Streik am Montag

Flugausfälle drohen

Flughafen Frankfurt: Streik am Montag

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    Am Flughafen Frankfurt wird am Montag wieder gestreikt.
    Am Flughafen Frankfurt wird am Montag wieder gestreikt.

    24 Stunden soll der Streik am Flughafen Frankfurt am Montag dauern. Das Vorfeldpersonal will am Montagfrüh um fünf Uhr die Arbeit niederlegen. Der Streik am Frankfurter Flughafen soll dann bis Dienstagfrüh fünf Uhr andauern. Reisende am Flughafen Frankfurt müssen sich erneut auf Störungen und Flugausfälle einstellen. Allein die Lufthansa hat fast 200 Flüge gecancelt.

    Neuer Streik am Flughafen Frankfurt

    Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) verschärft mit dem neuen Streik am Flughafen Frankfurt  nochmals den Druck auf den Flughafen-Betreiber. "Die starre Haltung  der Fraport AG lässt uns keine andere Wahl, als den Arbeitskampf  mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln weiterzuführen", erklärte  ein GdF-Sprecher. Mit rund 200 Beschäftigten stellt das Vorfeldpersonal eine kleine, aber entscheidende Berufsgruppe am Frankfurter Flughafen  dar. Es sorgt unter anderem dafür, dass Flugzeuge sicher von ihren  Parkpositionen zu den Flugbahnen kommen. Rund 190 der 200  Beschäftigten sind in der GdF organisiert.

    Fraport ging davon aus, dass am Montag bis zu 70 Prozent der  rund 1250 geplanten Flüge abgedeckt werden und vor allem alle  Interkontinentalflüge stattfinden können. Allein die Lufthansa hat  bis einschließlich Dienstagfrüh bereits mehr als 180 innerdeutsche  und innereuropäische Flüge gestrichen.

    Flughafen-Betreiber will GdF am Verhandlungstisch

    Der Flughafen-Betreiber forderte die Gewerkschaft erneut auf, an  den Verhandlungstisch zurückzukehren und Kompromissbereitschaft zu  zeigen. Die GdF dürfe ihre "überzogenen Forderungen" nicht weiter  auf dem Rücken der Passagieren und der anderen Beschäftigten  austragen, sagte ein Fraport-Sprecher am Sonntag in Frankfurt.

    Bereits am Donnerstag und Freitag hatten die rund 200  Beschäftigten des Vorfeldpersonals in Frankfurt die Arbeit  niedergelegt. Hunderte Flüge fielen aus. Fraport sind dadurch einem  Sprecher zufolge bis zu vier Millionen Euro Umsatzausfall  entstanden, die Umsatzeinbußen der Fluggesellschaften seien dabei  noch nicht eingerechnet. Am Wochenende hatte die Gewerkschaft eine  Streikpause eingelegt.

    Fraport hatte Schlichterspruch abgelehnt

    Fraport hatte vor knapp drei Wochen einen bereits getroffenen  Schlichterspruch abgelehnt und wirft der Gewerkschaft seitdem vor,  überzogene Forderungen zu stellen. Ein Gehaltsplus, höhere Zulagen  und eine Verringerung der Arbeitszeit zusammengerechnet, verlange  die GdF für das Vorfeldpersonal Steigerungen von 50 bis 70 Prozent.  Diese Forderungen "sprengen das gesamte Gehaltsgefüge von Fraport  und sind absolut inakzeptabel", erklärte ein Sprecher.

    Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen  Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, warf der Gewerkschaft in  der "Bild am Sonntag" vor, mit wenigen Streikenden ein  "Erpressungspotenzial" zu nutzen, um Lohnerhöhungen "von sage und  schreibe 50 bis 70 Prozent" durchzusetzen. Damit würde die  Friedenswirkung des Tarifvertragssystems untergraben. "Wenn der  Gesetzgeber nicht bald handelt und die Tarifeinheit  wiederherstellt, drohen Nachahmer", warnte Hundt.

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    afp/AZ

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