Auf dem Video sieht man, wie ein Airbus A380 auf dem JFK-Flughafen in New York auf dem Weg zum Start ein anderes Flugzeug am Heck rammt. Der Bombardier-Jet dreht sich dabei scheinbar federleicht. Und das Ganze wirkt wie David gegen Goliath oder Spielzeug gegen Panzer.
Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der A380 gehört zur Flotte von Air France und war auf dem Weg zurück nach Paris. An Bord waren knapp 500 Passagiere.
New York: Airbus rammt KleinfliegerNach dem spektakulären Unfall sind jetzt erste Bilder von den Nachrichtenagenturen veröffentlicht worden. Sie zeigen am Riesen-Airbus nur kleine Schäden an der Tragfläche.
Der Unfall ereignete sich am Montagabend (Ortszeit) um etwa 20.15 Uhr. Das "Opfer" des Airbus war übrigens ein Bombardier-Jet CRJ700 von Comair, einer Tochter von Delta Airlines.
Ein Mitarbeiter von CNN, der an Bord des Riesen-Airbus saß, sagte nach dem Unfall, dass man an Bord lediglich eine leichte Erschütterung gespürt habe.
An der Ermittlung der Unfallursache ist neben der US-amerikanischen auch die französische Luftfahrtbehörde beteiligt.
"Unfälle dieser Art können passieren, sind aber höchst selten", erklärte eine Sprecherin. Was diesen Rollschaden spektakulär gemacht hat, ist die Beteiligung des Giganten der Lüfte, dem A380. Der vollbesetzte Air France-Jet mit einer Spannweite der Flügel von etwa 80 Metern sollte mit Ziel Paris starten und hatte 520 Menschen an Bord.
Die A380 ist so konzipiert, dass sie trotz ihrer Größe ohne Probleme auf allen für diesen Typ zugelassenen Flughäfen dieser Welt rollen, starten und landen kann. Solange die Flugzeug-Piloten dabei mit ihrer Maschine auf der Centerline bleiben - einer auf den Asphalt gemalten Linie - haben sie normalerweise die Gewähr, dass ihnen beim Rollen nichts in die Quere kommt. Im Zentrum der Aufklärungsarbeit wird deshalb jetzt die Frage stehen, ob die Piloten des A380 von den Lotsen eine Freigabe erhalten hatten, noch bevor der kleine Regionalflieger von Bombardier in seine Parkbucht gerollt war.