In Frankreich zeigen sich Politiker erfreut über die Wende im Prozess von Dominique Strauss Kahn. Im Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung eines Zimmermädchens hat die New Yorker Staatsanwaltschaft die Klage gegen den ehemaligen IWF-Chef am Montag zurückgezogen. Oberstaatsanwalt Cyrus Vance nannte das Zimmermädchen Nafissatou Diallo eine "notorische Lügnerin". Sie hatte sich bei mehreren Befragungen in Lügen verstrickt, erzählte zum Teil drei verschiedene Versionen von Details des Tathergangs.
Kehrt Strauss-Kahn wieder in die Politik zurück?
Strauss-Kahn bekommt am Dienstag seine Pässe und darf nun wieder in seine Heimat nach Frankreich zurück. Seine Parteikollegen bei den Sozialisten aber auch die politischen Gegner der konservativen UMP, der auch Präsident Nicolas Sarkozy angehört, zeigten sich erleichtert. Sarkozy sagte zur bevorstehenden Einstellung des Verfahrens jedoch noch nichts. Der 62-Jährige war der gefährlichste politische Gegner des derzeitigen Präsidenten und war heißester Kandidat für den Wahlkampf gegen Sarkozy.
Die Sozialisten hegen bereits die wage Hoffnung, Strauss-Kahn bald wieder auf der politischen Bühne begrüßen zu dürfen. Experten bezweifeln dies jedoch denn sein Ruf sei dahin. AZ