Japans Regierung hatte vom Betreiber des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima eine Prognose zum Zeitplan zur Bewältigung der Katastrophe gefordert. Tepco legte den Zeitplan nun vor. Demnach werden die Reaktoren erst in sechs bis neun Monaten stabilisiert sein. Ein schnelles Ende der Probleme in Fukushima ist somit nicht in Sicht.
Tepco-Manager Tsunehisa Katsumata entschuldigte sich bei der Öffentlichkeit für den Unfall. Die Regierung strebe an, in sechs bis neun Monaten mitteilen zu können, ob ein Teil der örtlichen Bevölkerung wieder in ihre Wohnorte zurückkönne, sagte Wirtschafts- und Industrieminister Banri Kaeida.
Reaktorgebäude in sechs bis neun Monaten abgedeckt
Rund drei Monate wird es demnach allein dauern, die Kühlung der Reaktoren und Abklingbecken zu stabilisieren. Die beschädigten Reaktorgebäude sollen dann in sechs bis neun Monaten abgedeckt werden. Die Regierung wies den Atombetreiber an, den Fahrplan schnell und zuverlässig umzusetzen.
Unterdessen versicherte US-Außenministerin Hillary Clinton Japan die weitere Unterstützung der USA. Man werde alles tun, um Japan in der Atomkrise zu helfen, sagte Clinton in Tokio. Die USA hätten nach dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März eine "riesige Unterstützung" geleistet, sagte ihr Kollege Takeaki Matsumoto. Japan werde über seinen Kriseneinsatz offen informieren.
Clinton war am Sonntag aus Seoul kommend zu einem halbtägigen Besuch in Tokio eingetroffen. Die USA helfen Japan unter anderem mit zehntausenden Soldaten und Rettungskräften sowie Atomexperten. Atomkraftwerksbetreiber Tepco setzt inzwischen ferngesteuerte Roboter ein, um die Strahlendosis, Temperatur und Sauerstoffkonzentration in den Reaktoren zu messen. Tepco will sicherstellen, dass Arbeiter das Reaktorgebäude betreten können, um sie unter Kontrolle zu bringen. dpa