Am heutigen Samstag ist der Tag des Kopfschmerzes. Das hilft gegen den Schmerz. Von Karin Seibold

Augsburg - Es ist ein dumpfer Schmerz, manchmal pochend, von außen nicht zu sehen. Jeder zweite Deutsche kennt dieses gelegentliche Gefühl: Das Ziehen und Drücken hinter der Stirn, das den dringenden Wunsch aufkommen lässt, nach einem dunklen, ruhigen Raum und nach einer kuschligen Decke, unter der man sich verkriechen kann.
Sogar regelmäßig oder ständig leidet jeder dritte Deutsche unter sogenannten Spannungskopfschmerzen, meldet die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft pünktlich zum Tag des Kopfschmerzes an diesem Samstag. Jeder Zehnte, heißt es, wird gar von Migräne geplagt.
In solch schlimmen Fällen sollte der Besuch beim Arzt auf keinen Fall ausbleiben - bei lang andauernden oder extrem starken Beschwerden muss auf jeden Fall nach der Ursache geforscht werden. Doch was tun bei den alltäglicheren Schmerzen? Gibt es Alternativen zur Kopfwehtablette?
Der Vorsitzende des schwäbischen Hausärzte-Verbandes, Jakob Berger, gibt für unsere Zeitung Tipps, wie man das Pochen hinter den Schläfen vertreiben kann:
Viel Flüssigkeit "Kopfschmerzen entstehen oft durch akuten Flüssigkeitsmangel", sagt Berger. Deshalb rät er: Mindestens zwei Liter am Tag trinken.
Kaffee Koffein verengt die Gefäße und vertreibt so unter Umständen den Schmerz. Eine Tasse Kaffee kann deshalb die Beschwerden lindern - ob's hilft, hängt aber vom jeweiligen Patienten ab. Berger rät: "Einfach ausprobieren, ob es bei Ihnen wirkt!"
Kühle Bäder Wechselduschen sind gut für den Kreislauf und verengen, wie Koffein, die Gefäße. Auch hilfreich: Die Unterarme unter kaltes Wasser halten oder Eiswürfel, in eine Plastiktüte gepackt, an Nacken und Stirn halten.
Akkupressur Mittel- und Zeigefinger auf die Stelle legen, wo der Schmerz sitzt, und leicht drücken. Etwa fünf Minuten halten.
Melissengeist und Minzöl Ob als Getränk oder zum Einreiben - ein paar Tropfen Melisse und ein bisschen Pfefferminz können bei leichten Kopfschmerzen Wunder wirken. Einfach ein paar Tropfen auf der Stirn verreiben oder auf ein Zuckerstück träufeln und auf der Zunge zergehen lassen.
Entspannen Fernseher und Computer aus, zumindest ein paar Minuten lang. Gehen sie lieber kurz an die frische Luft - Sauerstoff und ein bisschen Bewegung bauen Stresshormone ab und vertreiben so auch den Schmerz. (Karin Seibold)
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