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Alkoholverbot in Bus und Bahn: Hamburger "Abschiedstrinken": 11.000 Menschen wollen feiern

Alkoholverbot in Bus und Bahn

Hamburger "Abschiedstrinken": 11.000 Menschen wollen feiern

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    Wer in Hamburger Bussen und Bahnen Alkohol trinkt, dem droht ab Oktober ein Bußgeld. Davor wollen es 11.000 Facebook-Nutzer heute Abend noch einmal richtig krachen lassen. Der Hamburger Verkehrsverbund rüstet sich bereits.
    Wer in Hamburger Bussen und Bahnen Alkohol trinkt, dem droht ab Oktober ein Bußgeld. Davor wollen es 11.000 Facebook-Nutzer heute Abend noch einmal richtig krachen lassen. Der Hamburger Verkehrsverbund rüstet sich bereits. Foto: dpa

    Bechern, Picheln, Party machen: Seit dem 1. September ist in Hamburg der Alkoholkonsum in öffentlichen Verkehrsmitteln des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) verboten. In den ersten Entzugswochen wurde beim Bierchen im Bus nur verwarnt. Doch vom 1. Oktober an werden bei Verstoß 40 Euro Bußgeld fällig. Anlass, für eine letzte öffentliche Abschiedssause im Abteil?

    Im Internet-Netzwerk Facebook wird auf mehreren Seiten zum fröhlichen "HVV-Abschiedstrinken" für diesen Freitag aufgerufen. Zeitweilig hatten fast 11.000 Partyfreunde zugesagt, es ab 21 Uhr noch einmal auf Bahnsteigen, an Haltestellen und in den Zügen krachen zu lassen. "Fahren wir alle mit Fahrkarte oder ohne?", hieß es in einem Eintrag, "es gibt ja sonst nichts zu feiern" in einem anderen. Mittlerweile wurde diese Seite entfernt. Stattdessen präsentiert sich eine "HVV-Abschiedstrinken - Ich war dabei"-Seite sowie eine neue Einladung zum letzten Gelage - am Mittwochmorgen aber nur mit 35 Zusagen.

    HVV-Sprecherin: "Wir rechnen im schlimmsten Fall mit 11.000 Teilnehmern"

    Beim Hamburger Verkehrsverbund bereitet man sich so oder so vor. Eine HVV-Sprecherin: "Wir stellen uns auf die Situation ein, werden mit mehr Sicherheitspersonal reagieren. Wir haben Facebook im Auge und rechnen im schlimmsten Fall auch mit 11.000 Teilnehmern. Wie viele wirklich kommen, wissen wir aber nicht."

    Im schlechtesten Falle dürfte es so kommen wie 2008 in London. Dort betranken sich die Massen in der letzten Nacht vor dem Alkoholverbot so hemmungslos, dass mehrere Stationen gesperrt werden mussten.

    Ein Sprecher der Hamburger Hochbahn, der seine Party-Infos auch von der Facebook-Seite bezieht, sagte: "Wir werden uns wie auf eine Großveranstaltung vorbereiten. Es könnte ähnlich zugehen wie in einer Silvesternacht." Ein Bahnsprecher reagiert eher zurückhaltend: "Die Informationen sind sehr ungenau, die Situation verändert sich laufend. Wir wollen keine Reklame für die Veranstaltung machen. Aber natürlich haben wir ein umfangreiches Sicherheitskonzept." Kurzfristige Sperrungen und Schließungen von Stationen sind nicht ausgeschlossen - die Sicherheit geht vor.

    Hochbahn-Sprecher: "Werden mit Augenmaß vorgehen und nicht sofort einschreiten"

    Die Beteiligten hoffen für Freitagnacht auf Party statt Chaos und Komasaufen: "Wir gehen davon aus, dass ein Interesse an einer friedlichen Veranstaltung besteht und appellieren an die Einsicht der Partygänger", so der Hochbahn-Sprecher weiter. Im Vollrausch Richtung Bußgeld? Nein, beim Prösterchen nach Mitternacht versprechen die Offiziellen Fingerspitzengefühl. "Wir werden mit Augenmaß vorgehen, nicht sofort einschreiten, wenn die Kegelschwestern aus Oberbayern mit einem Piccolöchen den Hamburger Hafen sehen wollen." dpa

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