Insgesamt sinkt die Zahl der Neugeborenen, die im ersten Lebensmonat sterben, weltweit. Von 4,6 Millionen Todesfällen bei Neugeborenen im Jahr 1990 ging sie auf 3,3 Millionen im Jahr 2009 zurück, berichtete die Weltgesundheitsorganisation WHO.
99 Prozent aller Todesfälle bei Babys ereignen sich der Studie zufolge in Entwicklungsländern, die Hälfte davon in Indien, Nigeria, Pakistan, China und der Demokratischen Republik Kongo. Die Studie zeige, dass die Überlebenschancen eines Babys dramatisch davon beeinflusst würden, wo es zur Welt komme, sagte Joy Lawn von der Organisation Save the Children.
Große Fortschritte gebe es in China, in Afrika sehe es dagegen schlecht aus. Zu den Haupttodesursachen zählen Frühgeburten, Atem- und Kreislaufschwäche sowie schweren Infektionen wie Blutvergiftung oder Lungenentzündungen.
Nach Angaben des Berichts, der im Medizinjournal "PLoS Medicine" veröffentlicht wird, sinkt die Sterberate der Neugeborenen seit 2000 schneller als zuvor. Dies liege vor allem an den Programmen der Vereinten Nationen im Zusammenhang mit den Millenniumszielen zur Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern. "Aber der Fortschritt ist zu gering, und insbesondere Afrika liegt weiterhin zurück", heißt es in der Studie.
Von den zehn Ländern, die die Sterberate bei Neugeborenen um jeweils mindestens zwei Drittel in zwei Dekaden gesenkt haben, gehören unter anderem Zypern, Tschechien, Estland, Griechenland und Luxemburg. AZ, dpa