Sex zu haben ist schön, darüber zu reden wohl weniger: 25 Prozent der Deutschen sprechen nicht über Sex. Und sogar in jeder zweiten Beziehung herrscht Unzufriedenheit im Bett.

Sex ist elementar: Er steigert das Gefühl begehrt zu werden, dient dem Lustgewinn und vermittelt Lebensfreude - heißt es zumindest. Doch so richtig heiß her geht es nicht in Deutschlands Schlafzimmern: 46 Prozent der Paare sind mit ihrem Sexleben unzufrieden.
Das zeigt die aktuelle repräsentative Single- und Partnerstudie 2009 der Online-Partneragentur Parship.de. Dabei nimmt der Frust im Bett mit dem Alter nicht wirklich zu. So liegt die Unzufriedenheit bei den über Fünfzigjährigen lediglich bei 48 Prozent. Und auch zwischen Männern und Frauen gibt es kaum Unterschiede.
Wie die Studie weiterhin zeigt, ist Sex oftmals noch immer ein Tabu-Thema. So wird in jeder vierten Beziehung nicht offen über sexuelle Fragen gesprochen. 25 Prozent der Deutschen sprechen nicht über Sex. Hauptgrund ist die Angst vor der Reaktion des Partners. "Die eigenen sexuellen Wünsche und Gedanken offen in einer Partnerschaft anzusprechen, ist nicht einfach.
Die Studie zeigt auch, dass es vor allem Frauen schwerfällt, generell über Sex zu reden", so Diplom-Psychologe Markus Ernst. "Aber ein erfülltes Intimleben gehört zu einer harmonischen Beziehung einfach dazu. Wer sich mit Worten schwer tut, sollte daher Taten sprechen lassen. Zeigen Sie Ihrem Partner ganz konkret, was Ihre Bedürfnisse und Vorlieben sind. Haben Sie keine Angst davor abgewiesen zu werden - im Zweifelsfall werden Sie überrascht sein, wie dankbar Ihnen Ihr Partner ist, dass Sie den ersten Schritt getan haben."
Top 5 - Warum Sex noch immer ein Tabuthema ist
1. Angst vor der Reaktion des Partners (50 %)
2. Sex ist generell ein schwieriges Thema (38 %)
3. Die sexuellen Wünsche lassen sich nur schwer in Worte fassen (27 %)
4. Der Partner weiß auch so, was man will (20 %)
5. Wenn man zu viel über Sex spricht, verliert er an Reiz (14 %))
Für die bevölkerungsrepräsentative Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG rund 2.000 Singles und Nicht-Singles zwischen 18 und 65 Jahren befragt. (AZ)
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