Donnerstag, 23. Mai 2013

11. November 2011 13:28 Uhr

"In eine Falle gelockt"

Jackson-Leibarzt Conrad Murray fühlt sich hintergangen

"Ich wurde in eine Falle gelockt" meint der verurteilte Leibarzt von Michael Jackson. Murray gibt aber auch ein Fehlverhalten am Todestag des King of Pop zu.

Dr. Conrad Murray war Michael Jacksons Leibarzt. Jetzt wurde er wegen grober Fahrlässigkeit verurteilt.
Foto: dpa/Paul Buck

Michael Jacksons Leibarzt, Conrad Murray, fühlte sich von dem Popstar in eine Falle gelockt. Als Jackson ihm 2009 vor seiner Konzerttour anbot, seine medizinischen Behandlungen zu übernehmen, habe der King of Pop angebeben, gesund zu sein, gab Murray in einem Interview mit dem britischen Sender Channel 4 an, das am Donnerstagabend ausgestrahlt wurde und vor dem Schuldspruch aufgenommen wurde.

Es gehe nur um einfache medizinische Behandlungen und Beratung, habe Jackson gesagt. Nachdem er angefangen habe, für Jackson zu arbeiten, habe er sich verpflichtet gefühlt, bei ihm zu bleiben. Jackson habe ihn ständig an seiner Seite gewollt.

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Murray sollte sich vor allem um Jacksons Kinder sorgen

Murray erklärte dem Sender, er  habe vor allem nach Jacksons Kindern schauen und für sie da sein sollen, wenn sie krank wurden. Auch habe Jackson ihm aufgetragen, der Familie bei einer besseren Ernährung zu helfen und darauf zu achten, dass sie ihre Hände waschen, um keine Infektionen zu bekommen.

«Als ich dann einmal dabei war, war ich gefangen.» Jackson habe ihm aber sicherlich nicht bewusst Schaden zufügen wollen. Der Popstar habe ihm gesagt, er sei sein einziger wirklicher Freund. Murray betonte, er habe sich selber keine Vorwürfe zu machen. Seine Arbeit sei stets «einwandfrei» gewesen.

Murray räumt Fehler ein

Conrad Murray gab im Interview an, sich am Todestag seines Patienten falsch verhalten zu haben. Er habe der Polizei nicht gesagt, dass er Jackson als Einschlafhilfe Propofol gegeben habe, da er dachte, dies sei «nicht wichtig». Außerdem sei er danach «nie gefragt» worden. Murray räumte auch ein, dass es ein Fehler gewesen sei, keine Aufzeichnungen aufbewahrt zu haben. Das sei aber «nicht ursächlich» für den Tod Jacksons.

In der Zeitspanne von einer Stunde und 40 Minuten, die zwischen dem Spritzen des Schlafmittels und dem Notruf vergingen, hat Murray nach eigenen Angaben die Lebenszeichen des Musikers überprüft, bevor er für Telefongespräche ins Nachbarzimmer ging. Er gab zu, dass es «dumm» war, zwischendurch nicht noch einmal nach dem Musiker zu sehen.

afp/dpa/AZ

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