Eigentlich hat Jörg Kachelmann in den vergangenen Monaten eher wegen der Anklage einer möglichen Vergewaltigung von sich Reden gemacht und weniger als Wettermoderator. Doch Jörg Kachelmann nimmt es sich derzeit zur Aufgabe, die Geschehnisse in Japan auf dem Internet-Nachrichteninformationsdienst Twitter zu kommentieren.
Jörg Kachelmann kommentiert per Twitter die Lage in Japan
Mit einer Atom-Wettervorhersage analysiert Jörg Kachelmann per Twitter-Feed die Lage in Japan. In seinen Nachrichten bezieht sich Jörg Kachelmann auf Daten des Nuclear Safety Technology Centers in Japan. Kachelmann gibt per Twitter eine Einschätzung in der Region rund um Fukushima. Dabei spricht der Wettermoderator immer wieder von einer Zensur der japanischen Regierung. "... Wg Regierungszensur nur zu ahnen, wo die Werte in AKW-Nähe liegen mögen", twittert Kachelmann etwa.
Der Wettermoderator agiert in seinem gewohnt flapsigen Jargon: "Also, das sind in Hitachiota City, was wirklich tierisch weit weg ist, 5 Mikrosievert pro Stunde. In Deutschland soll ein Normalmensch nicht mehr als 1000 Mikrosievert pro Jahr auf die Mütze kriegen. Das wäre nach 200 Stunden erreicht."
Jörg Kachelmann kann es nicht lassen. Zwischendurch wirft der Wettermoderator auch einen Blick nach Deutschland: "Noch ein bisschen aus Deutschland: Heute bisher wärmster Tag mit 19 Grad in Lörrach, Neuenburg am Rhein, Weil am Rhein und Waldshut-Tiengen."
Japans Regierung spricht erstmals von "Gesundheitsgefährdung"
Nach den zwei erneuten Explosionen und einem Brand im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 hat die Regierung erstmals vor einer "Gesundheitsgefährdung" durch erhöhte radioaktive Strahlung gewarnt. Die Strahlung um die Anlage sei "beträchtlich gestiegen", sagte Regierungschef Naoto Kan am Dienstag und forderte Menschen außerhalb der bereits evakuierten Zone bis zu einem Umkreis von 30 Kilometern auf, in ihren Häusern zu bleiben.