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29. Juli 2010 15:22 Uhr

Stiftung Warentest

Jeder zweite Basmati-Reis mangelhaft

Basmati-Reis ist einzigartig. Doch Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass in vielen Produkten kein Körnchen Basmati steckt.

Basmati-Reis.
Foto: dpa

Basmati-Reis ist einzigartig. Das stimmt nicht ganz: Der am Fuße des Himalayas angebaute Reis sollte einzigartig sein. Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass in vielen Produkten kein Körnchen Basmati steckt.

Basmati heißt auf Sanskrit, der altindischen Gelehrtensprache, so viel wie "Der mit dem Duft". Das trifft allerdings nicht auf alle getesteten Produkte zu. Manche riechen laut Expertenmeinung geradezu "muffig", wie "Scheherazade" und "Bon Ri" von Aldi Nord. Diese Produkte fielen knallhart durch: "Mangelhaft", so das Urteil der Experten.

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Insgesamt testeten sie sich durch 31 verschiedene Reissorten. Nur sieben erhielten die Bewertung "gut". Zu empfehlen sind "Tilda" (4,70 Euro pro Kilogramm) aus dem Asialaden, "Kaiser's Tengelmann Star Marke" (3,78 Euro pro Kilogramm) und "Real Tip" (1,39 Euro pro Kilogramm).

Das Problem bei den beiden erst genannten Sorten: Sie wurden in mit Methylbromid belasteten Containern transportiert. Das ist zwar laut Expertenmeinung ungefährlich für den Menschen, aber eben nicht für die Umwelt.

Das sind die guten Sorten

Von den sechs Kochbeutel-Reissorten schnitten "Real Quality" (3,98 Euro pro Kilogramm) und Uncle Ben's (5,58 Euro pro Kilogramm) am besten ab. Beim Naturreis haben die beiden Biomarken "Alnatura" (4,90 Euro pro Kilogramm) und "Davert" (5,98 Euro pro Kilogramm) die Nase vorn.

Neben dem Duft unterscheiden den Basmati-Reis übrigens die langen Reiskörner von anderen Sorten. Etwa jede fünfte Reispackung, die in Deutschland über den Ladentisch geht, ist Basmati-Reis. Doch nicht immer ist Basmati dort drin, wo Basmati drauf steht. Die Produkte von Penny und Rewe bestehen zu hundert Prozent aus Fremdreis.

Noch mehr hatten die Tester an vorgegartem Reis auszusetzen: Zwei von sechs Produkten wurden mit dem Prädikat "Mangelhaft" versehen. Das liegt zum einen daran, dass die Verbraucher neben Reis auch noch Fett, Salz und weitere Zusatzstoffe geliefert bekommen. Zum anderen würden Produkte wie der vorgekochte Basmati-Reis von Uncle Ben's laut Tester leicht chemisch schmecken.

Stiftung Warentest rät daher, zu nicht vorgegartem Reis zu greifen. Schließlich, so die Tester, sei der auch leicht gekocht: Sie empfehlen die Methode 1:2. Das heißt ein Teil Reis, beispielsweise eine Tasse, wird in zwei Teile, dann also zwei Tassen, kaltes Wasser gegeben. Der Reis wird dann bei schwacher Hitze gegart. Und zwar so lange, bis die ganze Flüssigkeit aufgesogen ist. AZ

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