Wie die Produzenten der Serie mitteilten, wird Julian Assange in einer Comic-Version in der in den USA am 19. Februar ausgestrahlten Episode als neuer Nachbar von Homer und Marge Simpson zu sehen sein. Den Text für seinen Part habe er in Großbritannien eingesprochen.
Den Machern der Kultserie sei der Aufenthaltsort, an dem Assange seinen Text aufgenommen habe, nicht bekannt gewesen, sagte Produzent Al Jean der US-Zeitschrift "Entertainment Weekly". Er habe lediglich eine Telefonnummer erhalten und dann über den Telefonhörer aus Los Angeles die Regie geführt, sagte Jean.
Simpsons-Autoren: "Kontroverse Person"
Der Auftritt des Wikileaks-Gründers bei den "Simpsons" habe nichts mit der "rechtlichen Lage" zu tun, in der sich Assange derzeit befinde. Er sei eine "kontroverse Person", aber dennoch habe sich die Crew entschieden, ihn in die Serie zu schreiben. Assange kämpft zur Zeit gegen eine Auslieferung von Großbritannien an Schweden, wo ihm ein Prozess wegen Sexualdelikten droht.
Britisches Gericht entschiedet über Wikileaks-Gründer Julian Assange
Der seit mehr als einem Jahr schwelende Streit um eine Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange beschäftigt so heute das höchste britische Gericht. Die Anhörung beim Supreme Court ist auf zwei Tage angesetzt. Eine Entscheidung des siebenköpfigen Richtergremiums wird allerdings erst in mehreren Wochen erwartet. Geklärt werden soll die Grundsatzfrage, ob ein EU-weiter Haftbefehl ohne richterliche Anweisung nur von einer Staatsanwaltschaft erwirkt werden kann. Die Sex-Skandale des Jahres
Assange soll nach Schweden ausgeliefert werden, weil ihm die Staatsanwaltschaft dort sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung zweier Frauen vorwirft. Eine Anklage gibt es jedoch nicht. Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks soll zur Vernehmung nach Schweden geholt werden. Assange, der gegenwärtig in Großbritannien gegen strenge Auflagen auf freiem Fuß ist, bestreitet die Vorwürfe. AZ, dpa, afp