Der Prozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann wegen des Vorwurfes der Vergewaltigung wird sich noch länger hinziehen als geplant. Das Landgericht Mannheim gab am Montag weitere 13 Verhandlungstermine bis zum 27. Mai bekannt. Bis dahin war geplant, den Prozess noch im März zu beenden.
Ein Grund für die Verlängerung sind die zusätzlichen Beweisanträge, die Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn gestellt hat. Unter anderem will er das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer nochmals in den Zeugenstand rufen, um sie zu seiner Ansicht nach widersprüchlichen Aussagen und angeblichen Erinnerungslücken zu befragen. Die Radiomoderatorin war bereits im Oktober insgesamt 20 Stunden lang unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen worden.
Der 52-jährige Schweizer steht seit September vergangenen Jahres vor Gericht. Die Ex-Freundin des Wettermoderators wirft ihm vor, sie nach einem Beziehungsstreit mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe. afp/dpa