„Lieber Knut, komm gut im Himmel an.“ Diese Botschaft hat jemand im Internet hinterlassen. Die Trauer um den Eisbären, der vor vier Jahren die ganze Welt entzückte, ist groß. Das virtuelle Gedenkbuch des Zoologischen Gartens enthält bereits 2000 Einträge von Knut-Fans. Viele pilgern auch am Montag zu dem nun leeren Gehege des Publikumslieblings. Sein Tod gibt immer noch Rätsel auf. In einem Institut der Freien Universität wird der Kadaver am Montag untersucht. Am Abend heißt es, Knut sei ertrunken. Ein Rätsel ist aber noch, warum er am Samstagnachmittag ohne vorherige Anzeichen einer Krankheit plötzlich in den Wassergraben gefallen ist.
Knut-Fans können ihn möglicherweise eines Tages im Berliner Naturkundemuseum besuchen. Der präparierte Kadaver könnte dort wie einst das Elefantenbaby Kiri Tierfreunden gezeigt werden. Entschieden ist das aber noch nicht. Der Zoo wehrt sich nun gegen Vorwürfe von Tierschützern, seine Eisbären nicht richtig zu halten. Insbesondere die Frage wird diskutiert, ob es richtig war, Knut mit drei Eisbärinnen zusammenzubringen. Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz erwidert, es sei völlig klar, dass Knut „nicht in einer Stresssituation gestorben ist“. Sein Tod sei nicht mit der Gruppenhaltung mit den drei Weibchen in Verbindung zu bringen. Und, fügt er hinzu, vorher hätten alle geweint, dass Knut lange allein lebte. Er sollte doch beschäftigt werden. (dpa, AZ)