Das berichtete stern.de am Freitag unter Berufung auf ein Gutachten des Rechtsmediziners, der die Leiche von Bögerl untersucht habe. Demnach soll eine Mageninhalt-Analyse ergeben haben, dass Maria Bögerl etwa drei bis sieben Stunden vor ihrem Tod eine Kiwi zu sich genommen hatte. Das spreche dafür, dass sie am Mittag oder Nachmittag ihrer Entführung am 12. Mai 2010 ermordet worden sei. «Wir geben keine Kommentare zu internen Ermittlungssachverhalten», hieß es vom zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart.
Mordfall Maria Bögerl: Vom Täter fehlt bislang jede Spur
Der Mordfall um die Ehefrau des Heidenheimer Sparkassenchefs Thomas Bögerl ist ungelöst und rätselhaft. Es fehlt bislang jede Spur vom Täter und auch von der Tatwaffe. Die Lösegeldübergabe war gescheitert. Ihre Leiche war später in einem Waldstück bei Heidenheim gefunden worden. Ihr Mann nahm sich knapp ein Jahr später das Leben. Sie haben zwei Kinder hinterlassen.
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12. Mai 2010: Am Vormittag wird die Ehefrau des Vorsitzenden der Kreissparkasse Heidenheim, Maria Bögerl, aus ihrer Wohnung in Heidenheim-Schnaitheim von unbekannten Tätern entführt. Wenig später erhält ihr Ehemann eine telefonische Lösegeldforderung über 300.000 Euro. Der Anrufer spricht einen regional typisch schwäbischen Dialekt und verwendete die Formulierung "machen Sie keine Sperenzchen".
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13. Mai 2010: Eine Lösegeldübergabe am Nachmittag des Entführungstages scheiterte. An der mit einer Deutschlandflagge markierten Übergabestelle an der A 7 in Fahrtrichtung Würzburg auf Höhe der Gemeinden Großkuchen und Nietheim holten die Täter das deponierte Lösegeld nicht ab. Von Maria Bögerl fehlt jede Spur.
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14. Mai 2010: Maria Bögerls Handy wird gefunden. Ihr Auto, in dem sie entführt wurde - eine schwarze Mercedes Benz A-Klasse mit Kennzeichen HDH-MB 770, entdeckt die Polizei nach Hinweisen im Hof des Klosters Neresheim.
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16. Mai 2010: Ein zunächst verdächtiger Mann wird kurz nach seiner Festnahme wieder freigelassen.
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18. Mai 2010: Die Belohnung für Hinweise zur Aufklärung des Falls wird auf 100.000 Euro verdoppelt. Die Sonderkommission "Flagge" wird gebildet.
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19. Mai 2010: Mit einem verzweifelten Appell wendet sich die Familie in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" an die Täter.
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3. Juni 2010: ein Spaziergänger entdeckt die Leiche von Maria Bögerl nur wenige Kilometer von ihrem haus entfernt im Wald zwischen Nietheim und Niesitz. Sie liegt versteckt unter Ästen und Reisig. Die Obduktion ergibt, dass Maria Bögerl erstochen wurde. Bei der Tatwaffe dürfte es sich um ein größeres Messer handeln.
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9. Juni 2010: Unter großer Anteilnahme wird Maria Bögerl beigesetzt.
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24. Juni 2010: Die Polizei sucht auch mit Speichelproben nach dem Täter.
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3. August 2010: Die Bundesbank widerspricht, die Geldübergabe habe sich nicht wegen einer Mittagspause ihrer Ulmer Filiale verzögert.
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Oktober 2010: Bei der Polizei geht ein anonymes Schreiben ein, nach dem die Lösegeldbeschaffung sehr viel schneller hätte klappen können.
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7. Juni 2011: Die Befragung eines Rockerbandenchefs liefert keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang mit dem Mordfall.
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11. Juli 2011: Bögerls Ehemann erhängt sich in seinem Haus.
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13. Juli 2011: Bei der Polizei gehen mehr als 8000 Hinweise ein. Sie sucht unter anderem nach einer verdächtigen blonden Frau und einem möglichen Zeugen mit Pferdeschwanz. Bisher keine heiße Spur.
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14. Juli 2011: Die Kinder der Bögerls kritisieren öffentlich die Polizei.
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4. Januar 2012: Die Ermittlergruppe der Soko «Flagge» wird verkleinert. Künftig koordiniert die Untersuchungen zudem Stuttgart.
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23. April 2012: Polizisten durchkämmen mehrere Tage den Wald, in dem Bögerls Leiche entdeckt wurde. Die erhoffte Wende im Fall bleibt aus.
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5. September 2012: Die Polizei wendet sich über die Sendung «Aktenzeichen XY» des ZDF an die Bevölkerung. Mehr als 500 Zuschauer melden sich.
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Januar 2013: Die Soko wird von 16 auf 12 Ermittler verkleinert. Mehr als 3000 Speicheltests machten die Beamten bislang auf der Suche nach dem Täter oder den Tätern. Gut 9800 Hinweise gingen bisher ein.
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8. Mai 2013: Erstmals ist ausschließlich die Rede von mehreren Tätern, sie werden im Spielhallen-Milieu im Raum Neresheim, Giengen an der Brenz oder Dillingen gesucht. Die Belohnung für Hinweise zur Ermittlung und Überführung der Täter wird von 20.000 Euro auf 30.000 Euro erhöht.
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