Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 19 an der Anschlussstelle Rostock-Laage sind am Freitag mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Ein Sandsturm war offenbar Auslöser für den folgenschweren Unfall. Der Einsatzleiter des Rettungsdienstes am Unfallort ging von mindestens vier Toten aus. 60 Menschen seien verletzt worden. Davon mussten 25 bis 30 wegen der Schwere ihrer Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert worden. Die Polizei konnte zunächst keine näheren Angaben zur Anzahl der Verletzten und Toten machen.
Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehr kümmerten sich um die Opfer. Mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz, konnten durch die schlechte Sicht aber zeitweise nicht starten. Die Unfallstelle sei schwer zu erreichen, die Feuerwehr arbeite sich langsam vor, sagte der Sprecher.
In den Massenunfall waren über 40 Fahrzeuge verwickelt. Die Fahrbahnen glichen an der Unfallstelle einem Trümmerfeld. Auslöser war vermutlich eine plötzliche Sandwolke aufgrund des Sturms, die die Sicht der Autofahrer erheblich einschränkte. In Fahrtrichtung Rostock gerieten laut Polizei 17 Autos und 3 Lkw in Brand, darunter ein Gefahrguttransporter. In der Gegenrichtung nach Berlin waren 23 Autos an dem Unfall beteiligt. Mehrere Menschen wurden in ihren Autos eingeklemmt. Aus dem in den Unfall verwickelten Tanklastzug trat vermutlich Kohlenwasserstoff aus.
Die Autobahn verläuft in der Nähe des Unfallortes entlang eines frisch gepflügten Felds. Durch den aufgewirbelten Sand lag die Sichtweite auch nach der Karambolage zeitweise noch unter 50 Meter. Die Autobahn musste in beide Richtungen voll gesperrt werden. dapd