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26. Juni 2009 13:32 Uhr

Plastinator von Hagens

"Michael Jackson wird wahrscheinlich ein Plastinat"

Lässt sich Michael Jackson von Gunther von Hagens unsterblich machen? Der Plastinator erklärt: "Jackson wird wahrscheinlich plastiniert werden." Von Katharina Gaugenrieder

Augsburg (AZ). Es wäre für die Ewigkeit. Schon vor dem überraschenden Tod von Michael Jackson wurde darüber spekuliert, ob sich der King of Pop von Gunther von Hagens plastinieren lässt.

Nun bestätigte Gunther von Hagens: "Michael Jackson wird wahrscheinlich plastiniert werden." Auch die Pose stünde schon fest. Der King of Pop soll nach der Vorstellung des Plastinators in alle Ewigkeit tanzen.

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Derzeit bestünde allerdings noch kein Kontakt zu den Angehörigen. Jacksons Management habe vor etwa einem halben Jahr über die Assistentin des Plastinators Kontakt mit von Hagens aufgenommen. Jetzt wartet der Macher der Körperwelten-Ausstellung auf einen Anruf aus den USA.

"Ohne unterschriebene Körperspende von Michael Jackson selbst oder seiner nächsten Angehörigen werde ich nicht tätig werden. Unter dieser Voraussetzung bieten wir den Angehörigen von Michael Jackson eine kostenlose Ganzkörperplastination für eine didaktische Ewigkeit an", ließ von Hagens verlauten.

Allerdings sei die Anfrage damals anonym gewesen. Daher könne man nicht völlig ausschließen, dass die anfragende Person Jackson nicht oder nur unzureichend vertreten könne, heißt es in einem Schreiben, das unserer Zeitung vorliegt. Dies werde sich aber nun bald herausstellen.

Erst vor drei Monaten kursierten in der Medienlandschaft verschiedene Berichte, dass Jacko auf der Liste der Spender des ungewöhnlichen Plastinators stehe. Gunther von Hagens sagte dazu laut Bild.de. "Die Namen meiner Körperspender unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Nur so viel: Ein Mitarbeiter von Michael Jackson hat mit uns Kontakt aufgenommen." Auch die Jersualem Post berichtete schon vor einiger Zeit, dass Jackson auf der Liste stünde.

Von Hagens sagte der Bild damals, dass er Jackson in seinem postmortalen Schönheitssalon die körperliche Unsterblichkeit schenken könne. "Als Plastinat könnte er konsequent fortführen, was er schon zu Lebzeiten realisierte: Seinen Körper nach seinen Wünschen modellieren zu lassen".

Schon damals hatte von Hagens ganz konkrete Vorstellungen, wie er Jacko inszenieren wollte. Da Jackson ein sehr tierlieber Mensch sei, könne man ihn neben einem plastinierten Schimpansen oder etwa neben einer Giraffe ausstellen. Für den Professor ist es aber unverzichtbar, dass der King of Pop in einem Museum ausgestellt wird. Der Verbleib der Plastinats würde aber selbstverständlich mit Jacksons Familie abgestimmt.

Nach Bild-Informationen war Michael Jackson schon zu Lebzeiten ein Fan des Plastinators, wollte sogar dessen Ausstellung in London besuchen und ihn dort treffen. Gunther von Hagens hofft jetzt trotzdem auf ein Treffen. Wenn auch auf ein ganz anderes.

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