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Rockergruppe: NRW-Innenminister verbietet Kölner Club der "Hells Angels"

Rockergruppe

NRW-Innenminister verbietet Kölner Club der "Hells Angels"

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    Ein Totenkopf mit Flügeln ist das Symbol der Motorradgang Hells Angels
    Ein Totenkopf mit Flügeln ist das Symbol der Motorradgang Hells Angels Foto: dpa

    Eine Woche nach der Auflösung des Motorradclubs "Bandidos Aachen" verbot Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) am Donnerstag auch den Kölner Rockerclub "Hells Angels MC Cologne", wie das  NRW-Innenministerium mitteilte. Zugleich beschlagnahmten rund 800 Polizisten bei mehr als 30 Hausdurchsuchungen unter anderem Schusswaffen und Schlagstöcke.

    Jäger erklärte, die "Hells Angels" ignorierten "bewusst die  Grundwerte unserer Gesellschaft". "Sie schotten sich ab, stellen  ihre eigenen Regeln auf und üben Selbstjustiz." Eine Schlägerei der  Rocker und ihr Widerstand gegen die Polizisten am vergangenen  Wochenende vor einer Diskothek in Köln seien ein weiterer Beweis  für ihre Gefährlichkeit und ihre große Gewaltbereitschaft. Mit  Motorradromantik habe das nichts zu tun, unterstrich der Minister.  "Wir gehen entschieden gegen diese gewalttätigen Subkulturen vor."

    Gemeinsam mit dem Kölner "Hells Angels"-Club verbot der  Landesinnenminister auch deren Unterstützergruppe "Red Devils MC  Cologne". "Nach dem Verbot der 'Bandidos Aachen' haben wir jetzt  auch genügend Beweise gegen nicht minder kriminelle 'Hells Angels'  in Köln", sagte Jäger. "Sie setzen in Köln ihre Gebiets- und  Machtansprüche brutal mit Bedrohung, Erpressung und Gewalt gegen  andere durch. Das dulden wir nicht."

    Bei Durchsuchungen des "Hells Angels"-Vereinsgeländes in Frechen  bei Köln sowie der Wohnungen von 32 Mitgliedern der verbotenen  Vereine in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stießen die  Ermittler nach eigenen Angaben auf eine Vielzahl von Waffen.  Darunter befanden sich auch drei Samuraischwerter, vier Macheten,  zehn Einhandmesser und ein Tomahawk. Nach Angaben der  federführenden Kölner Polizei waren wegen der Gefährlichkeit  mehrerer "Hells Angels"-Mitglieder auch Spezialeinheiten an dem  Einsatz beteiligt.

    Außerdem beschlagnahmten die Beamten neben Baseballschlägern und  Pfefferspray 26 sogenannten Kutten der "Hells Angels". "Das trifft  die Rocker besonders hart", betonte Jäger. "Sie können sich nicht  mehr als mächtige Organisation martialisch in der Öffentlichkeit  präsentieren und Angst und Schrecken verbreiten." dpa

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