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Sandsturm: Nach Massenkarambolage: Acht Tote, 131 Verletzte

Sandsturm

Nach Massenkarambolage: Acht Tote, 131 Verletzte

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    Massenkarambolage auf der A 19 nahe Rostock.
    Massenkarambolage auf der A 19 nahe Rostock. Foto: dpa

    Etwa 20 Stunden nach dem Massencrash in einem Sandsturm nahe Rostock ist auch der letzte brennende Lastwagen gelöscht worden. Die Retter hatten am Samstagvormittag bis auf einen Laster alle in den Massenunfall verwickelten Fahrzeuge von der Autobahn 19 geschleppt. Dichter Löschschaum bedeckt den Boden um den letzten völlig ausgebrannten Lastwagen. Das Wrack steht schräg im Graben. Die Fahrbahn ist auf mehr als 50 Metern mit riesigen Löchern übersät und völlig schwarz von Ruß und verbrannten Wrackteilen.

    Die Helfer leisten vollen Einsatz: Einen Tag nach der Massenkarambolage auf der A 19 sind die Bergungsarbeiten noch nicht abgeschlossen. 18 Stunden nach dem schrecklichen Unglück südlich von Roststock brennt immer noch ein Lastwagen, drei weitere konnten die Feuerwehrleute noch nicht bergen. Über 80 Fahrzeuge sind nach einem Sandsturm am Freitagmittag ineinandergerast, nachdem die Autofahrer fast nichts mehr sehen konnten. Am Samstag bestätigt die Polizei, dass bei dem Unfall acht Menschen getötet wurden, 131 wurden zum Teil schwer verletzt. Nach Angaben der Krankenhausleitungen erlitten die Opfer vor allem Knochenbrüche, Prellungen, Stauchungen und Schädel-Hirn- Verletzungen. 30 Fahrzeuge hat die Polizei bereits geborgen.

    Sandsturm löst Massenkarambolage aus

    Das Unglück passierte am Freitagmittag: Ein Sandsturm erschwerte den Autofahrern auf der A 19 die Sicht, teilweise konnten sie nicht einmal mehr zehn meter weit sehen. Schließlich krachen die ersten Fahrzeuge aufeinander - nur wenige Minuten später sind über 80 Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. Rettungshelfer berichten, sie hätten am Unglücksort kaum noch die eigene Hand vor Augen erkennen können. Und das, was sie erkennen konnten, glich den Szenen aus einem Katastrophenfilm: Manche Fahrzeuge waren regelrecht ineinander verkeilt, die Bergung der Leichen zog sich über die ganze Nacht zum Samstag hin.  Der Sand wurde durch einen Sturm von den naheliegenden Feldern auf die Autobahn geweht. Die Autobahn musste in beide Richtungen komplett gesperrt werden.  Wegen der Brände ist die Fahrbahn so stark beschädigt, dass die Autobahn wohl auch den ganzen Samstag gesperrt bleibe, sagte der Polizeisprecher. Die Bergung der vier Lastwagen werde sich wohl noch eine Weile hinziehen. 

    Das Deutsche Rote Kreuz hat eine Auskunftsstelle für Angehörige der Opfer eingerichtet. Sie ist unter 0385-5914777 zu erreichen. AZ

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