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Antipilzmittel in Käserinde moniert: Nach Verbraucherkritik: Käsehersteller ändert Verpackung

Antipilzmittel in Käserinde moniert

Nach Verbraucherkritik: Käsehersteller ändert Verpackung

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    Die Rinde vom Käse sollte vorsichtshalber abgeschnitten werden. (Bild: dpa)
    Die Rinde vom Käse sollte vorsichtshalber abgeschnitten werden. (Bild: dpa)

    Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hatte Kritik geübt, dass der Käsehersteller Bongrain Käse mit dem Vermerk  "mit essbarer Rinde" bewirbt, obwohl diese das Anti-Pilzmittel  Natamycin enthalte. Dabei rieten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)  und das staatliche Max-Rubner-Institut (MRI) ausdrücklich  vor dem Verzehr von Natamycin ab. Nach der öffentlichen Kritik will Bongrain nun an einem seiner Produkte die Kennzeichnung auf der  Verpackung ändern.

    Das Unternehmen werde "umgehend" von der  Verpackung seines "Saint Albray Klosterkäse" den Hinweis "mit  essbarer Rinde" entfernen, teilte Bongrain am Donnerstag in  Wiesbaden mit. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hatte  zuvor kritisiert, dass das Unternehmen den Käse mit dem Vermerk  "mit essbarer Rinde" bewerbe, obwohl diese das Anti-Pilzmittel  Natamycin enthalte. Bongrain ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für  Käseprodukte. Neben "Saint Albray" ist das französische Unternehmen  in Deutschland für Käsemarken wie "Géramont", "Chaumes", "Henri"  oder "LeTartare" bekannt.

    "Schamlose Verbrauchertäuschung"

    "Der 'Saint-Albray'-Hersteller hat offenbar erkannt, dass er mit  einer so schamlosen Verbrauchertäuschung nicht durchkommt",  erklärte Oliver Huizinga von Foodwatch. Das Unternehmen dürfe es  allerdings "nicht nur bei Verpackungskosmetik belassen". Foodwatch  forderte Bongrain dazu auf, zukünftig vollständig auf den  umstrittenen Stoff in seinem Käse zu verzichten. Das Unternehmen  wies dem gegenüber darauf hin, bei Herstellung und Kennzeichnung  des betreffenden Käses "sämtliche deutschen und europäischen  Rechtsvorschriften" zu erfüllen.

    Natamycin wirkt den Angaben zufolge wie ein Antibiotikum und  kommt in der Medizin zur Behandlung verschiedener Pilzinfektionen  zum Einsatz. Das BfR empfiehlt laut Foodwatch, die Käserinde fünf  Millimeter tief abzuschneiden. Trotz der Verzehrwarnungen ist die  Verwendung von Natamycin in Käse jedoch nicht verboten. afp/AZ

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