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Neue Details: Natascha Kampusch: Entführer wollte sie heiraten

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Natascha Kampusch: Entführer wollte sie heiraten

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    Neue Erkenntnisse im Fall Kampusch: Entführer wollte sein Opfer offenbar heiraten.
    Neue Erkenntnisse im Fall Kampusch: Entführer wollte sein Opfer offenbar heiraten. Foto: bra sab

    Acht Jahre lang wurde die heute 22-jährige Natascha Kampusch in einem Keller-Verließ im niederösterreichischen Strasshof gefangen gehalten. Jetzt spricht ein Freund des Entführers über das Tatmotiv.

    Wie das österreichische Nachrichtenmagazin "News" berichtet, wollte Wolfgang Priklopil sein Opfer offenbar heiraten. Das Magazin zitierte aus einem Vernehmungsprotokoll von Ernst H., einem Freund und Geschäftspartner des Kidnappers. Er steht vom 30. August an wegen Begünstigung im Fall Kampusch vor Gericht. Ernst H. hatte seinen Freund nach Kampuschs Flucht am 23. August 2006 getroffen und in sein Auto einsteigen lassen. Dort soll Priklopil kurz vor seinem Selbstmord eine Art Lebensbeichte abgelegt haben. Danach sprang er vor einen Zug.

    Als Motiv für die Entführung soll Priklopil seine "krumme Nase" genannt haben. Er sei schon als Jugendlicher unglücklich gewesen, weil sich nie ein Mädchen in ihn verliebt habe. Laut Ernst H. soll Priklopil weiter gesagt haben, er habe Mitte der 90er Jahre darüber nachzudenken begonnen, "sich unters Messer zu legen". Die Kosten für die Schönheitsoperation habe er dann aber "lieber in den Bau eines Bunkers investiert" - mit dem Ziel, "ein weibliches Wesen zu entführen und in Gefangenschaft zu seiner Traumpartnerin zu machen".

    Die Wahl sei auf ein Kind gefallen, weil der Täter "nur ein unberührtes Mädchen" haben wollte, heißt es weiter. Priklopil soll Ernst H. zufolge bereits dabei gewesen sein, die "Beziehung" zu Kampusch mit Hilfe gefälschter Dokumente zu "legalisieren", um sein Opfer "ganz offiziell" zu heiraten. dpa

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