Nach rund zwei Stunden Angst konnte Entwarnung gegeben werden: Der Alarmruf in der Leipzig International School ist nach Polizeiangaben nicht auf einen Amoklauf zurückzuführen. Es sei ein sogenannter "Technischer Alarm" gewesen.
Bei der Durchsuchung nichts gefunden
Warum der Alarm am Mittwoch um 15.40 Uhr ausgelöst wurde, sei noch unklar und werde noch untersucht. Nach Angaben der Polizei ist niemand verletzt worden. Es sei auch niemand in die Schule eingedrungen. Bei der Durchsuchung der Gebäude sei nichts Auffälliges gefunden worden. Um einige verängstigte Kinder kümmerten sich Mediziner.
Blutige Schießereien in den vergangenen zehn Jahren
Allein in den vergangenen zehn Jahren hat es in Deutschland und in anderen Ländern Schießereien mit hoher Opferzahl gegeben.
April 2002: Bei einem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium tötet ein ehemaliger Schüler mit einer Pistole 13 Lehrer, zwei Schüler und einen Polizisten. Anschließend erschießt sich der 19-Jährige in einem Schulzimmer.
April 2007: Ein 23-Jähriger erschießt auf dem Campus der technischen Universität Virginia Tech im US-Staat Virginia 32 Menschen. Anschließend tötet er sich selbst mit einem Kopfschuss.
September 2008: In einer Fachoberschule in der finnischen Stadt Kauhajoki erschießt ein 22-Jähriger neun Schüler und einen Lehrer. Anschließend richtet er die Waffe gegen sich selbst.
März 2009: Ein 17-Jähriger dringt schwer bewaffnet in die Albertville-Realschule in Winnenden ein und schießt gezielt auf Schüler und Lehrer. Bei dem Massaker und während seiner anschließenden Flucht in Wendlingen werden 15 Menschen erschossen, bevor der Täter sich selbst tötet.
April 2011: Ein 23-Jähriger erschießt in einer Schule in Rio de Janeiro zwölf Schüler und sich selbst. Bei den Opfern handelt es sich um zehn Mädchen und zwei Jungen im Alter von 12 bis 15 Jahren, wie die Behörden mitteilten. Mindestens zwölf Menschen werden verletzt.
Juli 2011: Wenige Stunden nach einer tödlichen Explosion im Regierungsviertel von Oslo richtet ein Bewaffneter in einem Jugendlager auf der norwegischen Insel Utoya ein Blutbad an. Mindestens 85 Menschen kommen dabei um Leben. Die Polizei nimmt einen 32-jährigen Norweger fest, der einen rechtsextremen Hintergrund haben soll.
Dezember 2011: Ein wegen Waffen- und Drogenbesitzes vorbestrafter Mann greift in der belgischen Stadt Lüttich zahlreiche Menschen mit Granaten und Schüssen an. Der 33-Jährige tötet mindestens fünf Menschen. Mehr als 120 Personen werden verletzt.
Ein Großaufgebot der Polizei und Spezialkräfte hatte das Gelände der International School Leipzig abgeriegelt, nachdem gegen 15.40 Uhr ein "technischer Alarm" ausgelöst worden war. dpa/AZ