Die Rechtspsychiater Torgeir Husby und Synne Sørheim verteidigten als Sachverständige ihre Einstufung des rechtsradikalen Islamhassers als psychotisch sowie paranoid schizophren und damit nicht schuldfähig. Bis Anfang nächster Woche sollen zwei weitere Rechtspsychiater in den Zeugenstand treten, die in einem zweiten Gutachten zu dem entgegengesetzten Ergebnis kamen.
Psychiater streiten vor Gericht um Breiviks Zurechnungsfähigkeit
Breivik hatte am 22. Juli 2011 bei zwei Anschlägen 77 Menschen getötet und seine Tat als Aktion gegen eine drohende "islamische Unterwanderung" Norwegens begründet. Das rechtspsychiatrische Gutachten von Husby und Sørheim wurde unter anderem heftig kritisiert, weil beide in ihrem Gutachten die politischen Motive des 33 Jahre alten Attentäters komplett ausgeblendet hatten.
Breivik Massenmörder und Amokläufer
Husby nannte die Kritiker "verblendet". Er stufte Breivik als größenwahnsinnig und komplett realitätsfern ein. Die Schuldfähigkeit des geständigen, aber nicht reuigen Täters gilt in dem Verfahren als entscheidende offene Frage. Die Urteilsverkündung wird für Ende Juli oder August erwartet. dpa/AZ