Spätestens ab dem Zeitpukt, an dem Ailton über einen schleche Tag jammerte, war klar, dass es wenig später auch mit der Dschungelprüfung allenfalls mittelmäßig ausgehen würde. Zumal auch die Konstellation der Prüflinge wenig erfolgversprechen war: Dschungel-Nervensäge Ramona Leiß am Kran-Steuerstand im Schleim und Kakerlakenhageln - mit verbundenen Augen wohlgemerkt, verbundener Mund wäre wohl besser gewesen.
Nix hören, nix sehen, nix Sterne
Dem einstigen Top-Torjäger Ailton blieb die Rolle des Vollstreckers: Am Seil in luftiger Höhe hing Ailton hoch oben über einem Teich mit gelben Sternen. Wenn Ramona richtig navigierte und Ailton nach einer Bombe ins brackige Wasser das Kunststoffförmchen zu fassen bekam, gabs Sterne - einen extra, wenn das Zackige anschließend auch noch im Runden, in diesem Fall einem Korb, landete. Aber es war wie immer, wenn Stürmer und Vorbereiter nicht harmonieren. Ramona und Ailton fanden nie eine gemeinsame Sprache. Die magere Ausbeute: fünf Sterne.
Auch an Dschungeltag sechs bleibt viel Luft nach oben
Auch insgesamt blieb an Tag sechs des Dschungelcamps 2012 viel Luft nach oben: sinnfreies Handlinienlesen mit Vincent Raven, die wenig kreative Bestrafung der beiden Wildpinkler Martin Kesici und Ailton - drei Tage Spüldienst - und belanglose Wettereskapaden. Lediglich die Turtelei zwischen Kim Debkowski und Rocco Stark sorgten für etwas Abwechslung im drögen Dschungel-Alltag. Ob Tag sieben eine Steigerung bringt? Die Chancen stehen gut. Martin Kesici wird vermutlich das erste Mal seit Tagen wieder mehr als zehn Meter gehen - zur nächsten Dschungelprüfung.
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