Vermutlich hat der Busfahrer vielen seiner Fahrgäste am Sonntagmorgen auf der Autobahn 7 das Leben gerettet. Dank seiner schnellen Reaktion, kamen alle Businsassen mit dem Schrecken davon. In dem Reisebus hatte es plötzlich zu brennen begonnen.
Busfahrer weckte die schlafenden Fahrgäste
Der Reisebus war gegen 1.00 Uhr nachts auf der Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Guxhagen und Melsungen unterwegs. Da fiel an dem Fahrzeug die Elektrik aus. Außerdem bemerkte der Fahrer eine Rauchentwicklung im Heck des Fahrzeugs, wie die Polizei berichtete. Sofort lenkte er den Reisebus auf den Standstreifen und weckte die zum Teil schlafenden Fahrgäste und veranlasste sie zum Aussteigen. Kurz darauf ging der Bus in Flammen auf und brannte fast vollständig aus. Verletzt wurde niemand.
Der Reisebus, in dem 53 Fahrgäste saßen, kam aus dem schwedischen Upsala. Der Bus war auf dem Weg nach Frankreich, wie das Polizeipräsidium Nordhessen berichtete. Wie es hieß, entwickelte sich aus zunächst noch ungeklärter Ursache ein Brand im Bereich des Motorraums, der sehr schnell auf das gesamte Fahrzeug übergriff. Bis der Brand von der Feuerwehr gelöscht werden konnte, war der Bus bereits fast völlig ausgebrannt. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 250.000 Euro.
Für die Dauer der Lösch- und Bergungsarbeiten musste die A 7 bis gegen 3.35 Uhr in Fahrtrichtung Süden für fast drei Stunden voll gesperrt werden. Die geretteten Fahrgäste und die beiden Busfahrer wurden vom Technischen Hilfswerk mit Decken versorgt und schließlich in ein Kasseler Hotel gebracht. Ein angeforderter Ersatzbus sollte noch im Laufe des Sonntag eintreffen, um sie nach Frankreich zu bringen. Erst vor einer Woche hatte ebenfalls auf der A 7 ein Doppeldeckerbus mit 64 Insassen bei Hannover gebrannt. Auch hier gab es keine Verletzten.dapd/AZ