Albanien schließt mehr als zwei Dutzend Uni-Fakultäten und Hochschulen, weil sie gegen Gesetze verstoßen und Diplome verkauft haben. Von den knapp 60 Hochschuleinrichtungen, die nach 24 Jahren erstmals von den Behörden überprüft worden seien, arbeiteten mehr als 70 Prozent nicht gesetzeskonform, berichteten die Medien am Dienstag in Tirana. "Wir können nicht so viele Institutionen mit Rechtsproblemen erlauben. Und das ist erst der Anfang", wurde Bildungsministerin Lindita Nikolla zitiert.
Abschlüsse für Ausländer angeboten, ohne in Fremdsprache zu lehren
Albanien gilt wie viele andere Länder auf der Balkanhalbinsel als Paradies für gekaufte Abschlüsse. "Manche Studenten haben ihre Diplome mit Kühen, Schafen, Reis oder sogar mit Feuerholz gezahlt", beschrieb Regierungschef Edi Rama laut Medienberichten die Lage. Viele Hochschulen böten Abschlüsse für Ausländer an, obwohl es keine Lehrgänge in fremden Sprachen gebe. (AZ/dpa)