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Affe von Tarzan: Schimpanse Cheetah angeblich mit 80 Jahren gestorben

Affe von Tarzan

Schimpanse Cheetah angeblich mit 80 Jahren gestorben

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    Johnny Weissmüller als Tarzan mit seinem Schimpansen Cheetah (undatierte Aufnahme).
    Johnny Weissmüller als Tarzan mit seinem Schimpansen Cheetah (undatierte Aufnahme). Foto: dpa

    Der Schimpanse Cheetah, der in  den "Tarzan"-Filmen der 30er Jahre mitgespielt haben soll, ist tot. Cheetah sei an Heiligabend im Alter von 80 Jahren an einem Nierenversagen gestorben, teilte jetzt das Tierheim Suncoast Primate Sanctuary in Palm Harbor im US-Bundesstaat Florida mit. Dort hatte Cheetah den Angaben zufolge mehr als 50 Jahre lang gelebt - das Durchschnittsalter von Schimpansen beträgt etwa 45  Jahre.

    Tierheim: "Treuen Freund verloren"

    Mit dem Schimpansen habe die Gemeinschaft einen "teuren Freund  und ein Familienmitglied verloren", erklärte das Tierheim auf  seiner Internetseite (suncoastprimate.homestead.com). Nach Angaben des Tierheims soll Cheetah in den Filmen "Tarzan, der Affenmensch"  von 1932 und "Tarzans Vergeltung" von 1934 gespielt haben, an der  Seite von Weltrekordschwimmer Johnny Weissmüller als Tarzan und  Maureen O'Sullivan als Tarzans Gefährtin Jane.

    Dies wurde allerdings auch über einen anderen Schimpansen namens  Cheeta - ohne h am Ende - behauptet. Tatsächlich wechselten sich damals in den Tarzan-Filmen verschiedene Schimpansen in derselben Rolle ab - je nachdem, welche Fertigkeiten in den Szenen gerade gefragt waren. Doch fand ein Autor im Jahr 2008 bei Recherchen zu  Cheetas Biographie heraus, dass der in Kalifornien lebende Affe unmöglich in den 30er Jahren aufgetreten sein kann - er war schlichtweg zu jung dazu. Auf der Internetseite seiner Besitzer (cheetathechimp.org) wird dies inzwischen auch nicht mehr behauptet.

    "Er verstand menschliche Gefühle sehr gut"

    Cheetah wiederum soll 1960 in das Tierheim von Palm Harbor gekommen sein. Dort übernahm er rasch eine herausragende Rolle, wie Direktorin Debbie Cobb der Lokalzeitung "Tampa Tribune" erzählte. "Er wusste genau, ob ich einen guten oder einen schlechten Tag  hatte. Wenn er dachte, ich sei schlecht drauf, versuchte er ständig, mich zum Lachen zu bringen. Er verstand menschliche Gefühle sehr gut", sagte sie.

    Nach ihren Angaben liebte es der Schimpanse, mit Fingerfarben zu malen und Football zu schauen. War er aufgeregt, ließ er sich durch  christliche Musik beruhigen. Ron Priest, der als Freiwilliger in  dem Tierheim arbeitete, bewunderte Cheetah wegen seines aufrechten  Gangs. Zudem habe der Schimpanse ein ganz besonderes Talent gehabt,  das ihn von allen anderen Heimbewohnern unterschied: "Wenn er jemanden nicht mochte oder eine Situation ihn ärgerte, dann  schleuderte er einen Kothaufen auf den Grund des Ärgernisses - und  er konnte auf neun Meter Entfernung treffen, selbst mit Gittern dazwischen." (afp)

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